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Tag des offenen Denkmals am 12. September 2021

Am Sonntag, den 12. September 2021, fand in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn der bundesweite Tag des offenen Denkmals statt. In diesem Jahr lautet das Motto „Sein & Schein - in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege.“ Besucher und Besucherinnen wurden zu Sonderführungen, öffentlichen Führungen am Grenzdenkmal Hötensleben, der Theateraufführung # Berlin Berlin und der Sonderausstellung CONFRONTIER von Kai Wiedenhöfer eingeladen.

Die Veranstaltungen sollen am historischen Ort der ehemaligen Grenzübergangsstelle Marienborn zu Reflexion und Auseinandersetzung mit historischen und aktuellen Problemen bewegen. „Ziel der Veranstaltung ist es, noch immer vorhandene Mauern, auch in den Köpfen der Menschen, abzubauen und zu einer Verständigung beizutragen“, so Stiftungsdirektor Dr. Kai Langer.

Theateraufführung #BerlinBerlin

Aus Anlass des 60. Jahrestages des Berliner Mauerbaus, fand am 11. und 12. September 2021 die Aufführung des Theaterstückes #BerlinBerlin in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn statt.

Vor 60 Jahren, am 13. August 1961, veranlasste die DDR-Staatsführung die Schließung aller innerstädtischen Übergänge von Ost- nach West-Berlin. Gleichzeitig begannen tausende Bauarbeiter eine befestigte Grenze zwischen beiden Teilen der Großstadt zu errichten – die Berliner Mauer. Es entstand die weltbekannte und gefürchtete Grenze, die Fluchten aus Ost-Berlin endgültig unterbinden sollte.

#BerlinBerlin, das Stück des Berliner Theaters Strahl, setzt sich mit der Geschichte des DDR-Grenzsystems auseinander. Von persönlichen und biografischen Erfahrungen beeinflusst, entwickelten der Regisseur und vier Autorinnen und Autoren zusammen eine Erzählung über das Leben mit und an der Berliner Mauer. Für den Protagonisten Ingo, der am Tag des Mauerbaues geboren wurde, scheint die Mauer das gesamte Leben zu bestimmen. Er wartet vergeblich auf seinen Vater, denn dieser lebt längst mit einer neuen Familie in West-Berlin. Auch seine Mutter steht dem DDR-System distanziert gegenüber und isoliert sich selbst immer weiter. An die Atmosphäre im getrennten Deutschland erinnert lustvoll eingebrachte Rockmusik aus beiden Teilen Deutschlands. Das Theaterstück erzählt am historischen Ort der ehemaligen Grenzübergangsstelle Marienborn „eine Familiengeschichte in Ost und West und stellt die Frage nach dem Sinn von Mauern, die uns trennen und immer wieder errichtet werden“, so der Regisseur Jörg Steinberg. Es ermöglicht dem Publikum, sich mit der Geschichte des menschenverachtenden DDR-Grenzsystems auseinanderzusetzen und neue, kreative Fragen zu Geschichte und aktuellen Problemen zu stellen.

Theater Strahl Berlin / Theater für junges Publikum (theater-strahl.de)

Sonderführungen „Gelungene und gescheiterte Fluchten über den Grenzübergang Marienborn“ von 13. bis 15. August 2021

Aus Anlass des 60. Jahrestages des Baues der Berliner Mauer bietet die Gedenkstätte Sonderführungen unter dem Titel „Gelungene und gescheiterte Fluchten über den Grenzübergang Marienborn“ an.

Vor 60 Jahren am 13. August 1961 veranlasste die DDR-Staatsführung die Schließung aller innerstädtischen Übergänge von Ost- nach West-Berlin. Gleichzeitig begannen tausende Bauarbeiter eine physische Grenze zwischen beiden Teilen der Großstadt zu errichten – die Berliner Mauer. Es entstand die weltbekannte und gefürchtete Grenze, die Fluchten aus Ost-Berlin endgültig unterbinden sollte. Das Jahr 1961 bedeutete gleichzeitig einen weiteren Ausbau der innerdeutschen Grenze und Zwangsaussiedlungen der Einwohnerinnen und Einwohner von Grenzortschaften. Auch hier wurden die Fluchtversuche gefährlicher und endeten oft mit Verhaftung oder gar Tod der Flüchtenden.

Vom 13. bis 15. August 2021 bietet die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn Sonderführungen zum Thema gelungener und gescheiterter Fluchten über den Grenzübergang Marienborn an. Während der 90-minütigen Führungen werden Beispiele von Fluchten an der Grenzübergangsstelle Marienborn und in der Umgebung aufgegriffen. Dabei werden Überwachungsmechanismen des Ministeriums für Staatssicherheit und der DDR-Zollverwaltung geschildert. Anhand von original erhaltenen Objekten in der neuen Dauerausstellung und an den Orten des Geschehens kann die Geschichte des größten Grenzübergangs an der innerdeutschen Grenze kennengelernt werden.

Die neue Dauerausstellung „Die DDR-Grenzübergangsstelle Marienborn. Schauplatz des Ost-West-Konflikts im geteilten Deutschland“ im Besucherzentrum ist für Besucherinnen und Besucher ohne Anmeldung zugänglich. Für das individuelle Erkunden steht das moderne Besucherleitsystem zu Verfügung.

Die Besucherinnen und Besucher sind zudem eingeladen, die erhaltenen Bauzeugnisse der DDR-Grenzanlagen am Grenzdenkmal Hötensleben zu besichtigen. Am Grenzdenkmal Hötensleben finden nach Anfragen öffentliche Führungen statt. Das Denkmal ist ganztägig frei zugänglich und mit Hilfe des Besucherleitsystem erschließbar.

Autorengespräch mit Frank Wolff zu seinem Buch "Die Mauergesellschaft" am 15. Juni 2021 um 17 Uhr in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn

In diesem Jahr wird an den Bau der Berliner Mauer vor 60 Jahren erinnert. Aus diesem Anlass veranstaltet die Landeszentrale für politische Bildung entlang der früheren innerdeutschen Grenze eine Lesereihe unter dem Motto „Gedanken im Grenzland“.
Zum Auftakt spricht der Historiker und Autor Frank Wolff in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn über sein Buch „Die Mauergesellschaft. Kalter Krieg, Menschenrechte und die deutsch-deutsche Migration 1961-1989“ und kommt im Anschluss mit der Moderatorin Ellen Schweda (MDR Kultur) und dem Publikum ins Gespräch.

Die Mauer sicherte nicht bloß eine Grenze, sie definierte Deutschland im Kalten Krieg. Von der aktiven Befürwortung über die stille Akzeptanz bis hin zum Widerstand – niemand konnte sich ihrer Existenz entziehen. In seiner Studie zeichnet der Historiker Dr. Frank Wolff diese Verhältnisse im Detail nach und zeigt unter anderem, dass die in der Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit eher stiefmütterlich behandelte Forderung nach Reisefreiheit, der sich in der Bevölkerung entwickelnde Menschenrechtsdiskurs sowie die Ausreisebewegung selbst entscheidend für den Fall der Mauer waren.

Die Veranstaltung findet im Außenbereich der Gedenkstätte unter der Überdachung der ehemaligen Zollabfertigung statt. Der Eintritt ist frei.

Aufgrund der geltenden Maßnahmen zur Eindämmung von SARS-CoV-2 und zum Schutz aller Gäste und Mitwirkenden müssen wir Sie bitten sich an folgende Vorgaben zu halten:

  • Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln
  • Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes bis zu Einnahme des Platzes
  • Angabe von Kontaktdaten für eine mögliche Nachverfolgung durch das Gesundheitsamt des Landkreises Börde
  • Vorlage eines bestätigten Corona-Negativtests (nicht älter als 24 Stunden) oder ein Nachweis über die Genesung oder die vollständige Impfung (die Durchführung eines Tests vor Ort ist in geringer Stückzahl möglich)

Erinnerung an den 26. Mai 1952

Während der 13. August 1961 als Tag des Baus der Berliner Mauer vielen Menschen gut bekannt ist, sind die Folgen des 26. Mai 1952 weniger präsent im kollektiven Gedächtnis verankert. Dabei begann an diesem Tag mit der Verordnung des Ministerrates der DDR die Abriegelung der innerdeutschen Grenze und der Ausbau der Grenzsicherungsanlagen inklusive einer fünf Kilometer breiten Sperrzone. Mit einem hochgerüsteten Grenzbefestigungssystem und Waffengewalt (später auch mit Erdminen und „Selbstschussanlagen“) sollten Fluchten aus der DDR in die Bundesrepublik unterbunden werden. Mehr als 200 Menschen fanden den Tod beim Versuch die DDR in Richtung Bundesrepublik zu verlassen. Zugleich führte man im Frühjahr 1952 unter dem Decknamen „Aktion Ungeziefer“ Zwangsaussiedlungen durch und siedelte mehr als 8.000 „unangepasste“ Menschen aus der Grenzregion ins Landesinnere um.

Deshalb wird in Sachsen-Anhalt alljährlich an den 26. Mai 1952 mit einer Gedenkveranstaltung am Grenzdenkmal in Hötensleben erinnert. In diesem Jahr gab es nur eine stille Kranzniederlegung vor Ort.

 

Dafür haben für Sachsen-Anhalt Dr. Gunnar Schellenberger (Staatssekretär für Kultur in der Staatskanzlei und Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt und Vorsitzende des Stiftungsrates der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt) und seine niedersächsische Kollegin Dr. Sabine Johannsen (Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur) sowie Birgit Neumann-Becker (Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur), Henning Konrad Otto (Vorsitzender des Vereins Grenzenlos – Wege zum Nachbarn e.V.) und Maik Reichel (Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt) Grußworte zum ehrenden Gedenken an die Opfer des DDR-Grenzregimes und der Zwangsaussiedlungen per Video gesandt.

Angebot der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn zum internationalen Museumstag, Mai 2021

Zum Museumstag können Sie uns über unsere Webseite und Facebook besuchen.

Wir laden Sie herzlich ein, einen Einblick in unsere neue Dauerausstellung „Die DDR-​Grenzübergangsstelle Marienborn. Schauplatz des Ost-​West-Konflikts im geteilten Deutschland“ zu werfen. Auf unserer Webseite können Sie die Geschichten von Fluchten an der Grenzübergangstelle Marienborn erkunden.

Mehr: https://gedenkstaette-marienborn.sachsen-anhalt.de/ausstellungen/dauerausstellung/

Vor kurzem wurden als Ergänzung zur Dauerausstellung Geschichten von tödlichen Fluchten an der innerdeutschen Grenze fertig gestellt. Werfen Sie auch hier gern einen Blick in Quellen und Geschichten zu den Opfern des DDR-Grenzregimes.

Mehr: https://gedenkstaette-marienborn.sachsen-anhalt.de/ausstellungen/ausstellung-todesopfer-an-der-innerdeutschen-grenze/

Das Grenzdenkmal Hötensleben entdecken! https://gedenkstaette-marienborn.sachsen-anhalt.de/geschichte/grenzdenkmal-hoetensleben/

Landesliteraturtage unter dem Titel „Begegnungen“, Oktober 2020

Drohnen und Krähen - ein literarischer Dialog mit Christine Hoba und Andreas Dury

Am Oktober 2020 fanden die diesjährigen Landesliteraturtage unter dem Titel „Begegnungen“ statt. Mit einem vielseitigen literarischen Programm in verschiedenen Kultur- und Bildungseinrichtungen in Sachsen-Anhalt widmen sich die Landesliteraturtage schwerpunktmäßig dem Thema „30 Jahre deutsche Einheit/30 Jahre Sachsen-Anhalt“. Zu erleben sind Autorinnen und Autoren aus Sachsen-Anhalt und aus anderen Bundesländern auch in der ehemaligen Grenzregion, am heutigen Grünen Band. 

Zum literarischen Dialog treffen sich Christine Hoba und Andreas Dury in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn. Der 1961 in Bayern geborene und im Saarland lebende Dury liest aus seinem letzten Roman „Der Chor der Zwölf“, der u.a. von den Gefahren einer digital überwachten Gesellschaft handelt. Christine Hoba, ebenfalls Jahrgang 1961, in Sachsen-Anhalt geboren und wohnend, beschreibt in ihrem Roman „Die Nelkenfalle“ exemplarisch das Leben von Menschen in einer DDR-Stadt kurz vor dem Mauerfall.

Tag der Deutschen Einheit, am 3. Oktober 2020

Zum Tag der Deutschen Einheit organisiert die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn seit vielen Jahren ein großes Fest der Begegnung. Ein buntes Programm bot jeweils Informationen zu Vergangenheit und Aufarbeitung der deutschen Teilungsgeschichte sowie zahlreiche Gelegenheiten für Begegnung und Gespräch bei Musik und Gastronomie. Aufgrund der Coronapandemie und der derzeit gültigen Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung von SARS-CoV-2 kann das Fest der Begegnung in diesem Jahr nicht stattfinden. Dennoch ist es für die Gedenkstätte ein wichtiges Anliegen, das 30. Jubiläum der deutschen Einheit in angemessener Form zu begehen.

Das Programm am 3. Oktober 2020

Traditionell beginnt der Tag der Deutschen Einheit in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn um 11:00 Uhr mit einem ökumenischen Bittgottesdienst. Dieser findet bereits zum 28. Mal statt und steht in diesem Jahr unter dem Motto „Gemeinsamkeit gestalten“. Die Predigt hält Bischof Dr. Gerhard Feige. In diesem Jahr wird an den gesellschaftlichen Transformationsprozess erinnert, der in der staatlichen Vereinigung Deutschlands mündete. Ost und West waren aufgefordert, den Weg für eine gemeinsame Zukunft zusammen zu gestalten. 

Theaterperformance „mauerland-borderland“ um 14:00 und 18:00 Uhr

Ein Höhepunkt des Tages wird die Premiere der interaktiven Theaterperformance „mauerland-borderland“ um 14:00 Uhr sein. Die interdisziplinäre Inszenierung der Schauspielcompany Drehbühne Berlin verbindet Elemente aus Schauspiel, Physical Theatre, Nouveau Cirque, sowie Film und Livemusik.

In „mauerland-borderland“ erzählt eine fahrende Truppe von Bouffon-Clowns eine Parabel über die Entstehung und das unmenschliche Leben mit einer Grenze. Sie kreieren eine Welt, in der Angst zum Prinzip gemacht wird, visualisiert durch eine Mauer, die während des Stücks quer durchs Publikum gebaut wird. Werden die Bewohner von mauerland nun den Mut aufbringen, die eigenen Grenzen zu überwinden und die Mauern einzureißen?

Weiterführende Informationen zur Theaterperformance finden sich unter http://www.drehbuehne-berlin.de

Individuelle Besichtigung der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn

Die Gedenkstätte wird länger als gewohnt, von 10:00 bis 19:00 Uhr geöffnet sein. Die neue Dauerausstellung „Die DDR-Grenzübergangsstelle Marienborn. Schauplatz des Ost-West-Konflikts im geteilten Deutschland“ im Hauptgebäude ist von 10:00 bis 13:00 Uhr sowie von 14:00 bis 19:00 Uhr zugänglich. Für den individuellen Besuch steht das moderne Besucherleitsystem zu Verfügung. Die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, die erhaltenen Bauzeugnisse der bedeutendsten DDR-Grenzübergangsstelle zu besichtigen. Öffentliche Rundgänge werden dagegen nicht angeboten.

Begleitete Rundgänge am Grenzdenkmal Hötensleben

Das Grenzdenkmal Hötensleben ist am 3. Oktober ganztägig frei zugänglich. Zwischen 10:00 und 15:00 Uhr werden zu jeder vollen Stunde begleitete Rundgänge angeboten.

Tag des offenen Denkmals, September 2020

Der Tag des offenen Denkmals fand in diesem Jahr unter dem Motto „Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken. statt“ Daran beteiligt sich die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn mit geführten Rundgängen und einem digitalen Angebot. 

Was dachte sich der junge wehrpflichtige Grenzsoldat Hermann Pröhl, der sich seinem Kameraden anvertraute und mit ihm gemeinsam aus der DDR flüchtete. Er wusste doch, dass er wegen Vorbereitung einer Flucht oder tatsächlicher Flucht zu langjähriger Haft im Militärgefängnis verurteilt werden könnte. Nicht viele Angehörige der Grenztruppen wagten dies oder hatten auch nur ähnliche Absichten. Der Fall von Hermann Pröhl zeigt, dass Vertrauen unter der SED-Diktatur ausgesprochen schwierig war und auch deshalb stellt der Fall eine Ausnahme dar – nicht nur, weil eine gelungene Flucht im Jahr 1968 in Hötensleben so selten war. Das Grenzdenkmal Hötensleben erinnert an hochgerüstete Grenzanlagen und damit an individuelle Schicksale, von gelungenen und gescheiterten Fluchten. 

Ein Beispiel für den menschenrechtsverachtenden Charakter der DDR-Grenze waren die Splitterminen SM-70, die im Jahr 1971 installiert wurden. Um auf diese Selbstschussanlage aufmerksam zu machen, baute der als politischer Häftling von der Bundesrepublik freigekaufte Michael Gartenschläger zweimal eine solche Anlage erfolgreich ab. Bei einem dritten Versuch kam Michael Gartenschläger im Landkreis Lauenburg ums Leben. Ein MfS-Kommando betrachtete seinen Tod als selbstverständliche Folge der „Bekämpfung“ von DDR-Feinden. Eine originale Selbstschussanlage von Gartenschläger kann man heute in der neuen Dauerausstellung der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn sehen.

Rundgänge und digitale Angebote

Aus Anlass des Tages des offenen Denkmals wurden geführte Rundgänge angeboten. Personen, die das historische Areal selbständig erkunden möchten, können dafür das moderne Besucherleitsystem sowie die neue Dauerausstellung „Die DDR-Grenzübergangsstelle Marienborn. Schauplatz des Ost-West-Konflikts im geteilten Deutschland“ nutzen.

Zeitzeugenberichte der Gedenkstätte Marienborn: https://www.facebook.com/pg/GedenkstaetteMarienborn/posts/?ref=page_internal

Mehr über Michael Gartenschläger erfahren Sie hier: https://www.fu-berlin.de/sites/fsed/Das-DDR-Grenzregime/Biografien-von-Todesopfern/Gartenschlaeger_Michael/index.html

 

„Die Treuhand: Idee – Praxis – Erfahrung“ mit Dr. Marcus Böick, September 2020

Die Treuhandanstalt wurde 1990 als Anstalt des öffentlichen Rechts in der DDR gegründet, um die Volkseigenen Betriebe der DDR nach den Grundsätzen der Sozialen Marktwirtschaft zu privatisieren und die „Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu sichern“ oder, wenn das nicht möglich war, stillzulegen. Branchenabwicklungen und Massenentlassungen waren häufig die Folge. Dies führte zu einem negativen Ruf der „Treuhand“ als „Betriebsschließer“, der ihr bis heute anhaftet. Geprägt ist das Bild der Treuhandanstalt zudem von öffentlichen Skandalen, wie Betrugsfällen und Veruntreuung.

In der Veranstaltung wird Marcus Böick, der zu dem Thema forschte und promovierte, über die Erwartungen an, die Erfahrungen mit und die Einschätzungen über die Treuhandanstalt sowie deren Mitarbeitende sprechen und anschließend Fragen der Besucherinnen und Besucher beantworten.

„Die Linie“ mit Filmemacher Clemens Wilhelm, August 2020

Clemens Wilhelm wanderte die komplette ehemalige deutsch-deutsche Grenze entlang. Der Weg von 1.400 km führt ihn dabei in zwei Monaten vom Dreiländereck (Bayern, Sachsen & Tschechien) bis and die Ostsee. Jeweils nach 15 minütiger Wanderung hielt er an, um ein Foto aufzunehmen. In 975 Einzelbildern bildet der etwa einstündige Film die komplette ehemalige Grenze ab. Begleitet werden die Bilder vom Soundtrack des Künstlers Joakim Blattmann, bestehend aus einer musikalischen Komposition von bearbeiteten Original-Ton-Aufnahmen von der Grenze.

Die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn zeigt den Film, der am 9. November 2019 in Berlin Premiere hatte. Im anschließenden Filmgespräch berichtet Clemens Wilhelm, Jg. 1980, über seine persönlichen Erfahrungen während der Wanderung entlang dieses einzigartigen Nicht-Ortes, den viele zu kennen glauben, aber nur wenige persönlich entdecken und erleben.

Öffnung der neuen Dauerausstellung, Juli 2020

Dank der Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt hat die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn in den vergangenen zwei Jahren eine neue Dauerausstellung für ihr Besucherzentrum im ehemaligen Dienstgebäude der vormaligen Grenzübergangsstelle Marienborn erarbeitet. Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass die Ausstellung „Die DDR-Grenzübergangsstelle Marienborn. Schauplatz des Ost-West-Konflikts im geteilten Deutschland“ am Freitag, dem 17. Juli 2020, ab 14:00 Uhr für den Besucherverkehr freigegeben wird. Aufgrund der aktuellen Pandemiesituation können wir leider keine feierliche Eröffnungsveranstaltung durchführen, zu der wir Sie gern eingeladen hätten. Eingeweiht wird die Ausstellung mit einem Premierenrundgang in einer kleinen Gruppe mit ausschließlich geladenen Gästen, darunter Gabriele Brakebusch (Präsidentin des Landtages von Sachsen-Anhalt) und Dr. Reiner Haseloff (Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt).

Vor dem Hintergrund einer pluralistischen europäischen Erinnerungskultur, neuer historischer Erkenntnisse zur deutschen Nachkriegsgeschichte sowie veränderter Erwartungshaltungen an einen Gedenkstättenbesuch haben wir die Dauerausstellung inhaltlich und räumlich erweitert. Ausgehend von der Geschichte der Grenzübergangsstelle und des Grenzgebietes zwischen Marienborn, Helmstedt und Hötensleben sowie der Geschichte des Ost-West-Konflikts beleuchtet die Ausstellung verschiedene, damit verbundene Themenbereiche in insgesamt neun Kapiteln. Die zeitgemäße und publikumsorientierte Gestaltung soll unsere Besucherinnen und Besucher zur Beschäftigung mit der Entstehung, Entwicklung und Funktion der GÜSt Marienborn sowie der an dieser Stelle verlaufenden Systemgrenze anregen. 

Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Errichtung des DDR-Grenzregimes und des Beginns der Zwangsaussiedlungen aus dem Sperrgebiet am 26. Mai 2020

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie und der damit verbundenen Maßnahmen zum Schutz vor einer Ausbreitung des Virus fand die traditionelle Gedenkveranstaltung am Jahrestag der Errichtung des DDR-Grenzregimes und des Beginns der Zwangsaussiedlungen aus dem Sperrgebiet in diesem Jahr als stilles Gedenken mit Kranzniederlegung statt.

Alljährlich erinnert die Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt / Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn am 26. Mai mit einer Gedenkveranstaltung am Grenzdenkmal Hötensleben an die Grenzabriegelung und den Beginn der Zwangsaussiedlungen aus dem Sperrgebiet der DDR ab dem 26. Mai 1952. Gedacht wird mit der bundesweit einzigen Gedenkveranstaltung dieser Art all jener Menschen, die durch das Grenzregime der DDR ihre Heimat verloren, Leid und Unrecht erfuhren oder getötet wurden.

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie und der damit verbundenen Maßnahmen zum Schutz vor einer Ausbreitung des Virus konnte die in Kooperation mit dem Grenzdenkmalverein Hötensleben e.V. und dem Verein Grenzenlos – Wege zum Nachbarn e.V. organisierte Gedenkveranstaltung in diesem Jahr nicht wie gewohnt stattfinden. Am 68. Jahrestag erfolgte nur eine stille Kranzniederlegung. An dieser nahmen Dr. Kai Langer (Direktor der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt), Birgit Neumann-Becker (Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur), René Müller (Grenzdenkmalverein Hötensleben e.V.) sowie Anja Kremling-Schulz und Henning-Konrad Otto (beide Grenzenlos - Wege zum Nachbarn e. V.) teil.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff dankte in einem Grußwort den Organisatoren dafür, dass es trotz der Corona-Krise auch in diesem Jahr gelungen ist, dem Gedenken an die Opfer des DDR-Grenzregimes einen würdigen Rahmen zu geben. Für ihn sei „der 26. Mai ein Tag der Besinnung und der Verpflichtung, unsere Zukunft im Geiste der Freiheit, der Toleranz und der Weltoffenheit zu gestalten. Im öffentlichen Bewusstsein sollte dieser Tag viel stärker präsent sein: Denn mit ihm begann, was später die Berliner Mauer fortsetzte: die gewaltsame Zertrennung Deutschlands.“

Lesung mit Gespräch "Risse im Gesicht", Februar 2020

In ihrem 2016 erschienenen Roman „Risse im Gesicht“ schildert Renate Sattler die Suche einer jungen Frau in der DDR nach biografischen Spuren ihres Großvaters, der in der Nachkriegszeit verschwunden ist und dessen Schicksal wie ein Schatten über der Familie liegt. Sie erfährt dabei immer mehr vom Schicksal unzähliger Menschen, die 1945 von den sowjetischen Besatzungstruppen verschleppt wurden – und unter denen nicht wenige Antifaschisten waren. Immer quälender wird der Konflikt zwischen individueller Erfahrung und staatlich verordnetem Vergessen, immer quälender auch erlebt sie Widersprüche zwischen sozialistischem Ideal und gesellschaftlicher Realität.

Renate Sattler,  1961 in Magdeburg geboren, ist freiberufliche Autorin und Mitglied des Friedrich-Bödecker-Kreises Sachsen-Anhalt e. V. sowie des Fördervereins der Schriftsteller in Magdeburg e. V.. Seit 2011 ist sie Vorsitzende des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller - Landesverband Sachsen-Anhalt.

In der Veranstaltung wird die Autorin aus dem Roman lesen und in einem sich anschließenden Gespräch Fragen der Besucherinnen und Besucher beantworten.

Festival Grenzenlos am 9. November 2019

Massenflucht und Straßenproteste erzwangen im Herbst 1989 die Öffnung der innerdeutschen Grenze und der Berliner Mauer. Am 9. November erwirkte die Magdeburgerin Dr. Annemarie Reffert am DDR-Grenzübergang Marienborn bereits um 21.27 Uhr ihre Ausreise nach Helmstedt. Kurz darauf öffnete sich der Berliner Grenzübergang in der Bornholmer Straße. In der Nacht und den Folgetagen feierten tausende Menschen aus Ost und West dieses „wahnsinnige“ Ereignis. Zahlreiche Grenzöffnungen und Begegnungen folgten.

Das ganze Programm finden Sie hier: Programm

Fest der Begegnung zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2019

Traditionell beginnt der Tag der Deutschen Einheit in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn um 11:00 Uhr mit einem Ökumenischen Bittgottesdienst. Dieser steht in diesem Jahr unter dem Motto „Wenn dein Kind dich morgen fragt“. Die Ansprache hält Christoph Wonneberger, ehemaliger Pfarrer der evangelischen Lukasgemeinde in Leipzig. Wonneberger koordinierte ab 1986 die montäglichen Friedensgebete in der Leipziger Nikolaikirche. Aus diesen entwickelten sich die Montagsdemonstrationen, die im Herbst 1989 maßgeblich zur Friedlichen Revolution beitrugen.

An dem Tag fanden kostenfreie öffentliche Rundgänge über das Gelände der ehemaligen DDR-Grenzübergangsstelle Marienborn statt. Unabhängig von den Rundgängen kann der Kommandantenturm bestiegen und besichtigt werden. Vom Turm aus können Besucher das gesamte Gelände der ehemaligen Grenzübergangsstelle überblicken.

Das Fest der Begegnung bietet Informationen zu Vergangenheit und Aufarbeitung der deutschen Teilungsgeschichte sowie zahlreiche Gelegenheiten für Begegnung und Gespräch bei Musik und Gastronomie. Die Angebote der Gedenkstätte richten sich an die gesamte Familie. Der Kinderschutzbund bietet d eine Mal- und Bastelwerkstatt für Kinder an. Außerdem fanden Familienführungen mit dem Titel „Eine Grenze durch Deutschland“ statt. Unter fachkundiger Anleitung können Familien mit Kindern und Jugendlichen das Gedenkstättengelände erkunden. 

Schauen Sie sich auch unseres Programm an: Fest der Begegnung zum Tag der Deutschen Einheit

Filmpräsentation und Gespräch „Die Familie“ – Dokumentarfilm von Stefan Weinert, August 2019

Günther Litfins Verbrechen war es, in Freiheit leben zu wollen. Er war der Erste, der den Fluchtversuch über die Mauer mit dem Leben bezahlte. Es sollten weitere Fälle folgen. Viele kamen nie dort an, wo sie hinwollten, aber sie kamen auch nie mehr nach Hause. Familien von Mauertoten erzählen in dem Dokumentarfilm „Die Familie“ von ihren Erfahrungen dieser deutsch-deutschen Geschichte. Ein Hinterbliebener konfrontiert den Todesschützen seines Vaters.

„Die Familie“ ist das mehrfach preisgekrönte Regiezweitwerk des Schauspielers Stefan Weinert. Anlässlich des Mauerbaus, der sich nun bereits das 58. Mal jährt, wollen wir, die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn, den 13. August nutzen, um dieses eindrückliche Werk bei uns zu zeigen. Im Anschluss bietet sich die Möglichkeit zum Austausch und Diskurs mit dem Regisseur.

Film und Gespräch "Das Geheimnis von Harbke. Operation Grenzkohle", Juni 2019

Schießbefehl, Minenfelder und Selbstschussanlagen prägten die innerdeutsche Grenze und verwandelten sie in einen Todesstreifen. Dass es in der Grenzgemeinde Harbke in der Börde ein Schlupfloch gab, weiß bis heute kaum jemand: Die Grenze teilte hier den Braunkohletagebau Wulfersdorf mit dem angeschlossenen Kraftwerk Harbke. Als auf beiden Seiten der Grenze die Kohle zur Neige ging, gelang in Harbke das schier Unglaubliche: 1976 wurden die Grenzanlagen teilweise abgebaut und der Tagebau Wulfersdorf wieder eröffnet. Die DDR-Staatssicherheit sorgte dafür, dass diese Öffnung im „Eisernen Vorhang“ nahezu unbekannt blieb.

Die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn zeigt in Kooperation mit der Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Gemeinde Harbke eine aktuelle Dokumentation des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR), die sich diesem historischen Phänomen widmet.

Nach der Begrüßung durch die Leiterin der Gedenkstätte Marienborn, Dr. Susan Baumgartl, führt die Landesbeauftragte Birgit Neumann-Becker in die neue Wanderausstellung  „An der Grenze erschossen. Erinnerung an die Todesopfer des DDR-Grenzregimes in Sachsen-Anhalt“ ein, die vom 11. bis 23. Juni 2019 in der Orangerie in Harbke zu sehen ist. Im Anschluss an die Filmvorführung (45 Minuten) wird der Regisseur Peter Simank über die Entstehung des Films berichten und Fragen des Publikums beantworten.

„Der gefährliche Schmied. Die Auseinandersetzung zwischen Friedensbewegung und DDR-Staat", April-Mai 2019

Wechselausstellung „Der gefährliche Schmied. Die Auseinandersetzung zwischen Friedensbewegung und DDR-Staat" 

Die Wanderausstellung des Martin-Luther-King-Zentrum für Gewaltfreiheit und Zivilcourage e.V. - Archiv der Bürgerbewegung Südwestsachsens – zeigt wie die staatsunabhängige Friedensbewegung in der DDR mit ihren Symbolen die Botschaft der Gewaltfreiheit über Kirchenmauern hinaus in die Öffentlichkeit trug. Das „Schwerter zu Pflugscharen"-Zeichen förderten das Zusammengehörigkeitsgefühl von Kritikern des militarisierten Staates und forderte den Staat heraus, gegen Friedensbewegte vorzugehen. Viele hielten diesem Druck stand.

Bis hin zur Friedlichen Revolution und bis zum Verfassungsentwurf des Runden Tisches begleiteten diese Symbole die Bürgerbewegung.

 

 

 

Gedenkveranstaltung zum 66. Jahrestag des Ausbaus des DDR-Grenzregimes und des Beginns der Zwangsaussiedlungen aus dem Sperrgebiet am 26. Mai 2018

Gemeinsam mit dem Grenzdenkmalverein Hötensleben e.V. und dem Verein Grenzenlos – Wege zum Nachbarn e.V. erinnern wir jährlich am 26. Mai an die Grenzabriegelung und den Beginn der Zwangsaussiedlungen aus dem Sperrgebiet der DDR ab dem 26. Mai 1952. In der bundesweit einzigen Gedenkstunde zu diesem Jahrestag würdigen wir all jene Menschen, die durch das DDR-Grenzregime ihre Heimat verloren, Leid und Unrecht erfuhren oder getötet wurden.

Anlässlich des 66. Jahrestages dieser historischen Zäsur der deutschen Teilungsgeschichte, möchten wir Sie herzlich einladen zur Gedenkstunde

Die Gedenkrede hält in diesem Jahr der Ehrenbürgermeister und Ehrenbürger der Stadt Schöningen, Siegfried E. Pause.

Das Programm zur Gedenkstunde finden Sie hier.

 

 

 

„Protestanten in Zeiten des Kalten Krieges“ - Multimediale Lesung mit Annette Hildebrandt und Lothar Tautz, April 2019

Das Autorenpaar Annette Hildebrandt und Lothar Tautz stellt sein Buch „Protestanten in Zeiten des Kalten Krieges“ – Der Wittenberger Kirchentag zum Lutherjahr 1983 im Fokus der Staatssicherheit“ (mdv 2017) vor.

Die Veranstaltung findet in Kooperation der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn mit der Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt für die Aufarbeitung der SED-Diktatur und dem Verein „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ statt.

„Der gefährliche Schmied. Die Auseinandersetzung zwischen Friedensbewegung und DDR-Staat", April-Mai 2019

Wechselausstellung „Der gefährliche Schmied. Die Auseinandersetzung zwischen Friedensbewegung und DDR-Staat" 

Die Wanderausstellung des Martin-Luther-King-Zentrum für Gewaltfreiheit und Zivilcourage e.V. - Archiv der Bürgerbewegung Südwestsachsens – zeigt wie die staatsunabhängige Friedensbewegung in der DDR mit ihren Symbolen die Botschaft der Gewaltfreiheit über Kirchenmauern hinaus in die Öffentlichkeit trug. Das „Schwerter zu Pflugscharen"-Zeichen förderten das Zusammengehörigkeitsgefühl von Kritikern des militarisierten Staates und forderte den Staat heraus, gegen Friedensbewegte vorzugehen. Viele hielten diesem Druck stand.

Bis hin zur Friedlichen Revolution und bis zum Verfassungsentwurf des Runden Tisches begleiteten diese Symbole die Bürgerbewegung.

„Herbst 1989 in Magdeburg“, Januar-März 2019

Im Jahr 2019 feiern wir den 30. Jahrestag der friedlichen Revolution und der Öffnung der innerdeutschen Grenze. Das gesamte Jahr über werden wir dieses Thema mit Veranstaltungen und Ausstellungen begleiten. Den Auftakt macht die Wanderausstellung „Herbst 1989 in Magdeburg“, die wir vom 13. Januar bis zum 31. März 2019 zeigen. Die gemeinsam von der Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg und dem Bürgerkomitee Magdeburg e.V. erarbeitete Schau über den Verlauf der friedlichen Revolution in Magdeburg bietet eine Chronologie der regionalen Ereignisse im Herbst 1989. Sie erinnert an den Mut vieler Magdeburgerinnen und Magdeburger, die trotz zahlreicher Drohungen und dem gewaltsamen Vorgehen von Volkspolizei und Staatssicherheit friedlich gegen Unfreiheit und staatliche Willkür protestierten. Die Ausstellung stellt die Ereignisse in der damaligen Bezirksstadt in den überregionalen und internationalen Kontext.

 

„Montags in Dresden“ , März 2019

Über protestierende Bürger, die in Dresden jeden Montag als „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ auf die Straße gehen, wurde vielfach in den Medien berichtet. Was treibt Menschen in Ostdeutschland zu diesen und ähnlichen Demonstrationen? Wofür treten sie ein, was lehnen sie ab? Die Regisseurin Sabine Michel hat drei Akteure über ein Jahr lang begleitet. Ihre Dokumentation zeigt die Menschen mit ihren individuellen Ansichten und Motiven zwischen Aufbegehren, Abwehren und Hass.

Im Anschluss an die Filmvorführung sprechen Regisseurin Sabine Michel und David Begrich (Miteinander e.V.) über Hintergründe und Erfahrungen der filmischen Arbeit sowie die Ausprägungen der Bürgerproteste in Magdeburg. Dabei geht es auch um die Frage, wie wir mit den auf die Straße getragenen Konflikten innerhalb der Gesellschaft umgehen können.

Moderation: Dr. Susan Baumgartl, Leiterin der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn

Die Veranstaltung findet in Kooperation der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn mit der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt im Kulturzentrum Moritzhof in Magdeburg statt.

Lesung „Gegenüber von China“ von Anne Hahn, März 2019

In ihrem autobiografisch geprägten Roman erzählt Anne Hahn von der persönlichen Rebellion einer jungen Frau in der Spätphase der DDR. Die Protagonistin Nina verweigert sich dem sozialistischen Alltag, sucht ihr Glück in der Magdeburger Punkszene bei Konzerten, Partys und im Alkohol. Folge der nichtkonformen Lebensweise ist der Verlust des Studienplatzes. Der Versuch, im Jahr 1989 die DDR über die Aserbaidschanische Sowjetrepublik zu verlassen, scheitert. Friedliche Revolution und Grenzöffnung bedeuten die Befreiung, nicht nur aus den einengenden Strukturen der DDR, sondern vor allem aus dem Stasi-Gefängnis.

Lesung „Ihre Vorstellung über unser Leben ist sehr unvollkommen…“ – Versuch eines deutsch-deutschen Dialogs in Briefen, Februar 2019

im Jahr 1996 begannen der DDR-Jurist Hans Christange aus Cottbus und der Lehrer Klaus Stenzel aus Darmstadt einen Briefwechsel, der sich zu einem leidenschaftlich geführten und kontroversen Dialog entwickelt hat. In diesem deutsch-deutschen Meinungsstreit bildete sich trotz der konträren Sichtweisen ein persönliches Vertrauensverhältnis.

Klaus Stenzel liest aus dem Briefwechsel und berichtet über die Hintergründe des persönlichen deutsch-deutschen Austauschs. 

„Herbst 1989 in Magdeburg“, Januar 2019

Im Jahr 2019 feiern wir den 30. Jahrestag der friedlichen Revolution und der Öffnung der innerdeutschen Grenze. Das gesamte Jahr über werden wir dieses Thema mit Veranstaltungen und Ausstellungen begleiten. Den Auftakt macht die Wanderausstellung „Herbst 1989 in Magdeburg“, die wir vom 13. Januar bis zum 31. März 2019 zeigen. Die gemeinsam von der Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg und dem Bürgerkomitee Magdeburg e.V. erarbeitete Schau über den Verlauf der friedlichen Revolution in Magdeburg bietet eine Chronologie der regionalen Ereignisse im Herbst 1989. Sie erinnert an den Mut vieler Magdeburgerinnen und Magdeburger, die trotz zahlreicher Drohungen und dem gewaltsamen Vorgehen von Volkspolizei und Staatssicherheit friedlich gegen Unfreiheit und staatliche Willkür protestierten. Die Ausstellung stellt die Ereignisse in der damaligen Bezirksstadt in den überregionalen und internationalen Kontext.

Zur Ausstellungseröffnung am Sonntag, dem 13. Januar 2019, findet um 11:00 Uhr eine Matinee statt. Dr. Daniel Bohse, Leiter der Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg, führt dabei in die Ausstellung ein. Anschließend zeigen wir die Filmdokumentation „Magdeburg im Herbst 1989. Zeitzeugen berichten“ des Bürgerkomitees Magdeburg e.V. Danach besteht bei einem kleinen Empfang die Möglichkeit zum Austausch und Gespräch. 

Filmvorführung und Gespräch Wendekinder – Generation der unbegrenzten Freiheit?, November 2018

Neben der Verwirklichung von Freiheit und Demokratie brachte die friedliche Revolution 1989/90 für viele Menschen im Osten Deutschlands lebensweltliche und biografische Brüche. Betroffen waren nicht nur jene, die bereits einen längeren Weg in der realsozialistischen Diktatur hinter sich hatten. Auch für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene veränderte sich vieles, plötzlich und teilweise unverständlich. Das Erleben von Aufbruch, Orientierungslosigkeit und neuen Freiräumen in Familie, Schule sowie sozialem Umfeld sind Erfahrungen der jüngsten Generation, die die DDR rasch ablegte, zugleich jedoch stark von den Umwälzungen der sogenannten Wendezeit geprägt ist.


Der Dokumentarfilm „Wendekinder“ von Hans Sparschuh und Rainer Burmeister widmet sich dieser Generation mit Aufnahmen aus dem Jahr 1990. Zu sehen sind ostdeutsche Kinder und Jugendliche, die am 4. Oktober 1990 zur Einheit interviewt worden waren. Sie erzählen von ihren Träumen und Vorstellungen für die Zukunft aber auch ihren Ängsten sowie erlebten Auf- wie Zusammenbrüchen.

An die Filmvorführung schließt sich ein Gespräch mit dem Regisseur Hans Sparschuh sowie der Gastwirtin Susan Fischer an. Die damals 19-Jährige reiste ausgerechnet am 9. November 1989 offiziell aus der DDR aus und erfuhr abends im Westen, dass die Grenze geöffnet wird.

Beide Gesprächspartner werden sowohl über die Entstehung des Films – in dem Fischer neben anderen Protagonisten zu sehen ist – als auch über Ihre ganz persönlichen Erlebnisse während der Zeit des Umbruchs erzählen.

Fest der Begegnung zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2018

Der Feiertag beginnt um 10:00 Uhr mit der Eröffnung der Fotoausstellung „Digitale Fotokompositionen“ von Mischa Naue. Wegen seiner Versuche, aus der DDR zu fliehen, wurde Naue 1983, im Alter von 19 Jahren, festgenommen. Nach Verhören und Einzelhaft in der Stasi-Untersuchungshaftanstalt Berlin-Hohenschönhausen war er acht Monate in der Strafvollzugseinrichtung Naumburg eingesperrt. Von der Bundesrepublik freigekauft, lebt er seit 1985 in West-Berlin. Für Reisen in Richtung Hannover oder München nutzte er die Transitwege durch die DDR. Unter dem Verdacht, seinen Wagen als „Funkerauto" für illegale Zwecke zu verwenden, wurde Naue 1987 an der Grenzübergangsstelle Marienborn festgehalten – eine Zeit der qualvollen Ungewissheit über das Vorgehen der Staatsmacht, aus deren Zugriff er sich befreit zu haben glaubte. Seine im Jahr 2017 geführte fotografische Auseinandersetzung mit dem historischen Ort besteht nicht in einer klassischen Dokumentation. Naue nutzt die erhaltenen Strukturen auch für kreative digitale Interventionen, mit denen er neue Ansichten komponiert.

Hier finden Sie den Programmablauf.

Wechselausstellung „Mauern-Gitter-Stacheldraht". Politische Verfolgung in der Sowjetischen Besatzungszone und in der DDR, August - September 2018

Die Repressionen in SBZ und DDR zwischen 1945 und 1990 waren vielseitig. Kritik und Widerspruch wertete das Regime als Angriff gegen die herrschende Partei und die sowjetische Besatzungsmacht. Zu Leidtragenden wurden meist junge Menschen, die wegen ihrer Einstellung oder Lebensweise in Konflikt mit dem Staat gerieten. Die Ausstellung „Mauern-Gitter-Stacheldraht. Politische Verfolgung in der Sowjetischen Besatzungszone und in der DDR“ gibt ihnen ein Gesicht. Sie erzählt von den Schicksalen deportierter Frauen und Mädchen, von Internierten in deutschen und osteuropäischen „Speziallagern". Weiterhin wird von politischen Häftlingen in DDR-Zuchthäusern, von an der innerdeutschen Grenze Zwangsausgesiedelten und von den durch die DDR-Staatssicherheit Verfolgten und Inhaftierten berichtet.

Die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn zeigt vom 14. August bis zum 23. September 2018 die Wanderausstellung der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft e.V.(UOKG e.V.), deren Erarbeitung mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert wurde, in ihrem Wechselausstellungsbereich. Die Eröffnung von „Mauern-Gitter-Stacheldraht. Politische Verfolgung in der Sowjetischen Besatzungszone und in der DDR“ findet aus Anlass des 57. Jahrestages des Baus der Berliner Mauer am Montag, dem 13. August 2018, um 17:00 Uhr statt. Einer der ehemaligen Häftlinge, Alexander W. Bauersfeld (Hannover), führt dabei in die Ausstellung ein.

Die Präsentation der Ausstellung erfolgt in Kooperation mit der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn und der UOKG e.V.

Präsentation der App „Wanderwege im Naturpark Elm-Lappwald“, September 2018

Ein weiterer Meilenstein zur Verbesserung der Infrastruktur für Freizeit- und Erholungssuchende in unserer Region ist gesetzt: Die App mit sämtlichen Wanderwegen im Gebiet des Elm und Lappwaldes steht zum Download bereit! In unzähligen Stunden ehrenamtlicher Arbeit haben Viola und Christian Vorbrod sowie Thomas Kempernolte das fast 900 km lange Wanderwegnetz in den Landkreisen Helmstedt, Wolfenbüttel und Börde abgewandert, digitalisiert und dokumentiert. Insgesamt sind 97 Wanderwege erfasst und mit der App abrufbar.

Neben der aktuellen App gibt es ein Tourbuch der 25 schönsten Wanderungen im Naturpark Elm-Lappwald.

Die aktuelle App, das Tourbuch und ausgewählte Tourbeschreibungen des Wanderwegenetzes im Naturpark Elm-Lappwald möchten wir Ihnen gern vorstellen und im Anschluss daran Ihre Fragen beantworten. Es gibt wohl kaum einen besseren Ort als die Gedenkstätte Deutsche Teilung in Marienborn, um die Ergebnisse der Zusammenarbeit dreier Landkreise zu präsentieren. Als Ausgangspunkt mehrerer Wanderrouten ist die Gedenkstätte für uns nicht nur ein besonderer historischer Ort, sondern vor allem Startpunkt für grenzenübergreifende Begegnungen und Erkundungstouren in die Region. 

Vortrag und Zeitzeugengespräch „Vermessung einer politischen Konfliktlinie“ Die deutsch-deutsche Grenzkommission 1973-90, September 2018

Ab 1973 ließ die deutsch-deutsche Grenzkommission, zusammengesetzt aus Vertretern der beiden deutschen Staaten, die Grenze von der Lübecker Bucht bis nach Hof vermessen. Der Grenzverlauf wurde in mühevoller Kleinarbeit markiert und dokumentiert. Die völlig konträren politischen Ziele und Rechtsauffassungen von Bundesrepublik und DDR trafen dabei aufeinander. Während auf westlicher Seite die Arbeit der Kommission in die Entspannungspolitik von „Wandel durch Annäherung“ eingebunden war, wollte die DDR ihrer „Staatsgrenze“ völkerrechtlichen Charakter verleihen. Neben der Grenzmarkierung wurden auch zahlreiche praktische Probleme „im Zusammenhang mit dem Grenzverlauf“ gelöst, vor allem wasserwirtschaftliche, wie die Eckertalsperre im Harz.

Dr. Peter Füßlein, damals als Regierungsdirektor im Bundesinnenministerium an der Kommissionsarbeit beteiligt, wird in einem Vortrag einen Rückblick auf Zustandekommen, Arbeitsweise und Ergebnisse der deutsch-deutschen Grenzkommission geben. Er geht auf das Verhältnis beider deutscher Staaten in den 1970er-Jahren sowie auf die damit verbundenen Kontroversen zwischen Bundesregierung und Opposition ein. Der Vortrag mündet in ein Zeitzeugengespräch mit Dr. Peter Füßlein sowie dem Vermessungsingenieur Joachim Traumann, von 1973 bis 1976 Messtruppführer für die örtlichen Arbeiten zwischen dem Mittellandkanal und der Straße Jerxheim/Dedeleben.

Tag des offenen Denkmals, September 2018

„Entdecken, was uns verbindet“ unter dem Motto begann bundesweit der Tag des offenen Denkmals.  

Daran beteiligt sich auch die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn. Um 10:30, 12:30 und 14:30 Uhr werden öffentliche Rundgänge über das Gedenkstättengelände angeboten. Am Grenzdenkmal Hötensleben, das die Grenzbefestigungsanlagen der DDR im Zustand von 1989 dokumentiert, finden um 11:00 und um 15:00 Uhr öffentliche Rundgänge statt.

Um 13:30 Uhr bietet die Gedenkstätte außerdem eine besondere Führung an. Unter dem Titel „Wer ist der Feind?“ - Die „Befahndung und Filtrierung“ von Reisenden durch Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR wird der Politikwissenschaftler und Gedenkstättenmitarbeiter Sven Behrend interessierte Besucherinnen und Besucher über das Gedenkstättengelände führen. Die Klärung der Frage „Wer ist wer?“ war für Stasi-Chef Erich Mielke von zentraler Bedeutung für die Geheimdienstarbeit.

Insbesondere an den Grenzübergangsstellen der DDR zur Bundesrepublik sah die SED ihre Macht in Gefahr und ließ die Stasi tätig werden. Diese fahndete einerseits unter den Reisenden nach Feinden, zum anderen suchte sie die eigenen Reihen nach „schwankenden Elementen und Verrätern“ ab. Im Rahmen der 90-minütigen Führung durch die historischen Gebäude der Passkontrolleinheiten und des Zolls werden die Fahndungsmaßnahmen der Staatssicherheit auf dem ehemaligen Grenzübergang erläutert.


Ausstellungseröffnung und Matinee „Gino Kuhn – Die Farben von Freiheit und Unfreiheit “ Juni - August 2018

Gino Kuhn, geboren 1955 in Walldürn (Baden-Württemberg), ist Hochbauzeichner und Künstler. Nach Schule, Berufsfachschule und einer Ausbildung zum Fernmeldehandwerker zog er 1975 nach West-Berlin. Durch den Alltag an und mit der Berliner Mauer direkt mit der deutschen Teilung konfrontiert, nahm Gino Kuhn Kontakt zu einer Fluchthelferorganisation auf. Für diese war er als Kurier tätig und half ausreisewilligen DDR-Bürgern bei der Fluchtvorbereitung.

Am 23. Oktober 1975 machte Kuhn selbst seine erste Fahrt als Fluchthelfer. Durch Verrat wurden er und die drei im Kofferraum versteckten Personen am Grenzübergang Wartha - Herleshausen verhaftet. Nach der Untersuchungshaft in Cottbus und Berlin-Hohenschönhausen verurteilte ihn das Bezirksgericht Cottbus im April 1976 wegen „Staatsfeindlichen Menschenhandels” zu sechs Jahren Haft. Nach dem er knapp zwei Jahren im Gefängnis Berlin-Rummelsburg inhaftiert war, wurde Gino Kuhn von der Bundesrepublik freigekauft und Anfang 1978 aus der Haft entlassen. Im Jahr 1992 rehabilitierte ihn das Bezirksgericht Cottbus voll.

In Bildern und Zeichnungen, die bereits in mehreren Ausstellungen gezeigt wurden, verarbeitet Gino Kuhn seine Hafterlebnisse. „Meine Gemälde und Zeichnungen sollen ein Mahnmal sein und widerspiegeln, welchen entwürdigenden Haftbedingungen wir ausgesetzt waren“. Mit seinen Ausstellungen möchte Gino Kuhn ein Beitrag zur Aufklärung leisten und zum gegenseitigen Respekt und zur Toleranz aufrufen, getragen von der Hoffnung, „dass so etwas allen Menschen dieser Welt erspart bleibt.”

Nach einer Einführung in die Ausstellung und einem Künstlergespräch mit Gino Kuhn laden wir Sie zu einem kleinen Empfang ein. Die Veranstaltung wird durch den Musiker und ehemaligen politischen Häftling Detlef Jablonski (Gitarre und Gesang) musikalisch begleitet. 

Fotoausstellung „VOLL DER OSTEN – Leben in der DDR“ von Harald Hauswald und Stefan Wolle, April - Juni 2018

In den achtziger Jahren zog der Fotograf Harald Hauswald durch Ost-Berlin und hielt in seinen Bildern fest, was ihm vor die Linse kam. Er knipste, was andere Fotografen übersahen oder für uninteressant hielten: Kleine Szenen des Alltags, einsame und alte Menschen, verliebte junge Pärchen, Rocker, Hooligans und junge Leute, die sich in der Kirche für Frieden und Umweltschutz einsetzten. Die Fotoausstellung von Harald Hauswald mit Texten von Dr. Stefan Wolle wurde herausgegeben von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der OSTKREUZ Agentur der Fotografen.

Die Matinee und Ausstellungseröffnung findet in Anwesenheit von Harald Hauswald und Dr. Stefan Wolle statt. Es wird Live-Musik sowie ein kleines gastronomisches Angebot geben.

Gedenkveranstaltung zum 66. Jahrestag des Ausbaus des DDR-Grenzregimes und des Beginns der Zwangsaussiedlungen aus dem Sperrgebiet am 26. Mai 2018

gemeinsam mit dem Grenzdenkmalverein Hötensleben e.V. und dem Verein Grenzenlos – Wege zum Nachbarn e.V. erinnern wir jährlich am 26. Mai an die Grenzabriegelung und den Beginn der Zwangsaussiedlungen aus dem Sperrgebiet der DDR ab dem 26. Mai 1952. In der bundesweit einzigen Gedenkstunde zu diesem Jahrestag würdigen wir all jene Menschen, die durch das DDR-Grenzregime ihre Heimat verloren, Leid und Unrecht erfuhren oder getötet wurden.

Anlässlich des 66. Jahrestages dieser historischen Zäsur der deutschen Teilungsgeschichte, möchten wir Sie herzlich einladen zur Gedenkstunde

Die Gedenkrede hält in diesem Jahr der Ehrenbürgermeister und Ehrenbürger der Stadt Schöningen, Siegfried E. Pause.

Das Programm zur Gedenkstunde finden Sie hier.

 

 

 

Kunst- und Naturschutzprojekt GlasArche, April 2018

Vom 4. Februar bis 15. April 2018 macht das Kunst- und Naturschutzprojekt GlasArche 3 des Landschaftspflegeverbandes „Mittleres Elstertal“ e.V. Station in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn. Auf dem Gelände der ehemals größten DDR-Grenzübergangsstelle an der innerdeutschen Grenze zwischen Ostsee und Vogtland verweist die rund 5 Meter große gläserne Arche auf den tiefgreifenden Einschnitt, den die Grenze für Mensch und Naturraum in der Region darstellte.

Parallel zur Präsentation des herausragenden Kunstprojektes zeigt die Gedenkstätte in ihrem Wechselausstellungsbereich eine vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) sowie der Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt (SUNK) gemeinsam gestaltete Ausstellung zum Grünen Band, dem größten existierenden Biotopverbund Deutschlands.

Mit der Präsentation der GlasArche und der Begleitausstellung an diesem bedeutenden ehemaligen Machtort des DDR-Grenzregimes möchte die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn zur Auseinandersetzung mit der jüngsten Diktaturvergangenheit, aber auch mit der heutigen ökologischen Bedeutung des einstigen „Todesstreifens“ anregen. Gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverbandes „Mittleres Elstertal“ e.V., dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) sowie der Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt (SUNK) freuen wir uns darauf, Kunsterleben, Naturschutz und Vergangenheitserkundung zu verbinden. Der Eintritt ist frei.

Vortrag und Gespräch: Vom Idol zum „Verräter" - Leistungssportler der DDR im Kalten Krieg, März 2018

Vortrag von Dr. Jutta Braun zur politischen Indienstnahme des Leistungssportes in der DDR. Im Zeitzeugengespräch berichten die beiden ehemaligen DDR-Sportlerinnen Renate Vogel und Gesine Tettenborn über ihre persönlichen Erfahrungen.

Die Olympischen Winterspiele 2018 in der südkoreanischen Stadt Pyeongchang vor wenigen Wochen lenkten den Blick der Öffentlichkeit verstärkt auf die Teilung Koreas und das Verhältnis beider Staaten. Auch im geteilten Deutschland war der Leistungssport in besonderem Maß politisch aufgeladen. Aus Sicht der SED waren die DDR-Athleten „Diplomaten im Trainingsanzug“, deren Erfolge die Überlegenheit des Sozialismus demonstrieren und internationale Anerkennung einbringen sollten. Diesen Anspruch setzte die SED mit allen Mitteln durch. Sportlerinnen und Sportler wurden geheimpolizeilich überwacht und besonders auf Auslandsreisen streng kontrolliert. Wer sich dem Zugriff des Systems entzog, erfuhr Repressionen und wurde als „Verräter“ abgestempelt.

Anlässlich des Weltolympiatages am 6. April referiert die Sporthistorikerin Dr. Jutta Braun, Mitarbeiterin am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam, um 17:00 Uhr in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn zur politischen Indienstnahme des Leistungssportes in der DDR. Im Zeitzeugengespräch berichten die beiden ehemaligen DDR-Sportlerinnen Renate Vogel und Gesine Tettenborn über ihre persönlichen Erfahrungen. Renate Vogel war Schwimmweltmeisterin und Olympiamedaillengewinnerin. Sie flüchtete 1979 aus der DDR. Gesine Tettenborn, geborene Walther, gehörte zu Beginn der 1980er Jahre als Sprinterin zu den international erfolgreichen DDR-Leichtathletinnen. Ein gescheiterter Fluchtversuch des Bruders beendete ihre sportliche Karriere. Im Jahr 2010 ließ sie sich auf eigenen Wunsch aus den Rekordlisten streichen, weil sie ihre sportlichen Höchstleistungen mit Hilfe von Dopingmitteln erreicht hatte.

Die Veranstaltung findet in Kooperation der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn mit dem Verein ZeitZonen e. V. und dem Institut für Geschichtswissenschaft/Abteilung Geschichtsdidaktik der Technischen Universität Braunschweig statt.

Podiumsdiskussion Erinnerungslandschaft „Grünes Band“. Zur Verbindung von Gedenkkultur und Naturschutz, März 2018

Mit welcher Brachialität sich die Grenzsperranlagen bis 1989/1990 durch das geteilte Deutschland zogen, ist heute kaum noch zu erkennen. Am einstigen „Todesstreifen“ sind Naturräume entstanden, die sich als Biotopverbund „Grünes Band“ durch Deutschland und Europa erstrecken. In Sachsen-Anhalt soll die Entwicklung des Grünen Bandes vorangebracht werden. Ausgehend davon möchten wir uns mit der Frage beschäftigen, wie das Naturschutzprojekt mit der geschichtlichen Erinnerung an die innerdeutsche Grenze, das DDR-Grenzregime und dessen Folgen verbunden werden kann.

Auf dem Podium diskutieren:

- Prof. Dr. Claudia Dalbert, Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt

- Birgit Neumann-Becker, Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

- Georg Baumert, pädagogischer Mitarbeiter im Grenzlandmuseum Eichsfeld e. V.

- Dieter Leupold, BUND Sachsen-Anhalt e.V., Projektleiter Grünes Band Sachsen-Anhalt

- Maik Reichel, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung

Moderation: Christoph Richter, Landeskorrespondent des Deutschlandradios in Sachsen-Anhalt

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Landeszentrale für politische Bildung statt. Sie ist Bestandteil des Begleitprogramms zur Wechselausstellung „GlasArche am Grünen Band“, die bis zum 15. April 2018 in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn zu sehen ist.

Vortrag und Gespräch „Schwarzhörer, Schwarzseher und heimliche Leser. Die DDR und die Westmedien“, Februar 2018

Vortrag und Diskussion mit Dr. Franziska Kuschel (Potsdam)

Westradio und Westfernsehen waren ein Tabu in der DDR. Die SED versuchte, den Konsum westlicher Medien zu verbieten, zu kontrollieren und einzuschränken. Trotz aller Maßnahmen wurden täglich zwischen Ostsee und Thüringer Wald Rundfunk- und Fernsehprogramme sowie Publikationen aus dem Westen genutzt. Das eigensinnige Unterlaufen des Wahrheits- und Meinungsmonopol der SED besaß emanzipatorische Wirkung und trug zu den gesellschaftlichen Veränderungsprozessen in der DDR bei.

In ihrem Vortrag „Schwarzhörer, Schwarzseher und heimliche Leser. Die DDR und die Westmedien“ thematisiert Dr. Franziska Kuschel, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Zeithistorische Forschung  Potsdam, am Donnerstag, dem 22. Februar 2018, um 17:00 Uhr in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn das Verhältnis zwischen staatlicher Kontrolle des westlichen Medienkonsums in der DDR und dessen alltäglicher Nutzung. Dabei geht sie auch auf die besonderen Bedingungen im grenznahen Raum ein. Anschließend können die Besucherinnen und Besuchern über ihre individuellen Erfahrungen ins Gespräch kommen.

 

Posterausstellung „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“, Januar 2018

Im Jahr 2017 jährte sich die Oktoberrevolution zum 100. Mal. Aus diesem Anlass ist in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn ab Montag, dem 11. Dezember 2017, die Ausstellung „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“ zu sehen. Auf 25 Tafeln mit über 200 zeithistorischen Fotos, Dokumenten sowie QR-Codes, die mit Filmdokumenten im Internet verlinkt sind, beschreibt die Ausstellung den Aufstieg und Niedergang der kommunistischen Bewegungen. Diese waren im 20. Jahrhundert dazu angetreten, nicht nur die Welt, sondern auch die Menschen grundlegend zu verändern. Ihr totalitärer Anspruch mobilisierte rund um den Globus Millionen und entwickelte sich zum Albtraum von Abermillionen, die Opfer kommunistischer Gewaltregime wurden.
„Der Kommunismus in seinem Zeitalter“ ist eine Posterausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und des Deutschen Historischen Museums Berlin. Ihr Autor ist der Frankfurter Historiker Gerd Koenen. Bis zum 22. Januar 2018 lädt die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn zur Auseinandersetzung mit dem Kommunismus und seinen Diktaturen ein. Die Ausstellung ist täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.

Fotoausstellung Berlin – Transit – Marienborn, Dezember 2017

Am Donnerstag, dem 9. November 2017, wird um 15:30 Uhr im Landtag von Sachsen-Anhalt die Fotoausstellung Berlin – Transit – Marienborn des Berliner Fotografen Nikolaus Becker eröffnet. Die 20 Bilder zeigen aktuelle Perspektiven auf eine deutsch-deutsche Reisestrecke und die historisch bedeutsame DDR-Grenzübergangsstelle Marienborn. Nach der Begrüßung durch Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch wird Dr. Susan Baumgartl, Leiterin der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn, in die Ausstellung einführen. Anschließend sprechen Gabriele Brakebusch, Dr. Kai Langer, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt sowie Nikolaus Becker über die Bedeutung von Mauerfall und Grenzöffnung für die vereinte Gesellschaft, die Politik und für die historisch-politische Bildungsarbeit.

Die Ausstellung Berlin – Transit – Marienborn ist anlässlich des 20. Jubiläums der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn im vergangenen Jahr entstanden. Zum 28. Jahrestag der historischen Grenzöffnung vom 9. November 1989 wird Berlin – Transit – Marienborn nun bis zum 22. Dezember 2017 im Landtag von Sachsen-Anhalt gezeigt. Die Ausstellung ist Montag bis Freitag von 08:00 bis 18:00 geöffnet, der Eintritt ist kostenfrei.

Wanderausstellung „Wechselseitig. Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989“, November 2017

Die Ausstellung erzählt erstmals die kaum bekannten Geschichten von Menschen, die aus der Bundesrepublik in die DDR übersiedelten. Die meisten der etwa 500.000 Personen kehrten zurück zu ihren Familien und Freunden, hatten sich verliebt, flohen vor Strafverfolgung oder suchten Arbeit und ein besseres Leben oder einen persönlichen Neuanfang: Migration als Normalfall der Geschichte. Nur eine Minderheit ging diesen Weg aus politischer Überzeugung. Erst der Kalte Krieg mit seiner Systemkonkurrenz zwischen Ost und West macht diese Migrationsgeschichten besonders. Das Spektrum der mehr als 20 dargestellten Lebensgeschichten reicht von einem erfüllten und zufriedenen Leben in der DDR über Bespitzelung im Alltag bis hin zu Haft, Flucht und Tod. Die Sonderausstellung zeigt Fotos, Dokumente, persönliche Erinnerungsstücke und filmische Zeitzeugeninterviews, die durch historische Film- und Rundfunkaufnahmen ergänzt werden. Die Porträts geben der deutsch-deutschen Rück- und Zuwanderung in die DDR ein Gesicht. Dabei werden auch übergreifende Themen der Ost-West-Migration erläutert: die Aufnahmeheime, die Erfahrungen der Übersiedler in der DDR, die Rolle der Stasi, die deutsch-deutschen Propagandaschlachten und die Auslandsspionage der DDR. Wanderausstellung

25. Ökumenischer Bittgottesdienst und Fest der Begegnung am Tag der Deutschen Einheit, Oktober 2017

Am Dienstag, dem 3. Oktober 2017 findet das jährliche Fest der Begegnung zum Tag der Deutschen Einheit statt. Traditionell beginnt dar Tag mit dem Ökumenischen Bittgottesdienst, der in diesem Jahr bereits zum 25. Mal organisiert wird und unter dem Titel „25 Jahre Erinnern – Danken – Gestalten“ steht. Neben zahlreichen geführten Rundgängen bietet das Fest der Begegnung ganztägig Informationen zu Vergangenheit und Aufarbeitung der deutschen Teilungsgeschichte sowie zahlreiche Gelegenheiten für Begegnung und Gespräche bei Musik und Gastronomie. Programm zum Tag der Deutschen Einheit

Vortrag und Zeitzeugengespräch „Zwischen Feierkonkurrenz und Hauptstadtwahn – Die 750-Jahr-Feiern in Ost- und West-Berlin 1987“, September 2017

Das Jahr 1987 war reich an Höhepunkten: Erich Honecker besuchte die Bundesrepublik, Ronald Reagan forderte die Öffnung des Brandenburger Tors und Berlin feierte sein 750. Stadtjubiläum. Letzteres wurde gleich doppelt begangen: sowohl im Ost- als auch im Westteil der Stadt. Trotz zahlreicher Versuche, Gemeinsamkeiten zu entwickeln, zeigte die Feierkonkurrenz in aller Deutlichkeit die harsche Trennung zwischen den beiden Hälften der Metropole. Während West-Berlin ein klassisches Stadtfest veranstaltete, geriet das ostdeutsche Pendant zu einem Staatsfest, das Auswirkungen auf die gesamte DDR hatte. Angesichts verfallender Innenstädte und stetiger Versorgungsengpässe erschien die herausgeputzte Hauptstadt vielen Ostdeutschen als inszenierter Größenwahn. Der Unmut über die politischen Verhältnisse wuchs – nur zwei Jahre später begann die Revolution. Vortrag und Gespräch beleuchten Hintergründe und Folgen der spannungsreichen Ereignisse – im Hinblick auf die innerdeutschen Beziehungen und die innenpolitische Situation in der DDR.

Vortrag: Dr. Jens Schöne, Historiker und Publizist

Gespräch: Eberhard Diepgen, Regierender Bürgermeister von Berlin a. D., Dr.-Ing. Willi Polte, Alt-Oberbürgermeister von Magdeburg 1990-2001

Moderation: Dr. Jens Schöne

Tag des offenen Denkmals, September 2017

Unter dem Titel „Funktional – repressiv – repräsentativ? Die Architektur der GÜSt Marienborn“ wird Tobias Breer, Gebietsreferent Abteilung Bau- und Kunstdenkmalpflege des Landesamts für Archäologie und Denkmalpflege Sachsen-Anhalt, interessierte Besucherinnen und Besucher durch die Gedenkstätte führen.

Um 14 Uhr bieten wir zudem eine Spezialführung mit Tobias Breer vom Landesdenkmalamt an. Gemäß dem diesjährigen Motto „Macht und Pracht“ wendet sich die Spezialführung der Entstehungszeit der Grenzübergangsstelle Marienborn Anfang der 1970er Jahre zu und beleuchtet das Verhältnis von Architektur und ihren Errichtern.

Öffentliche Rundgänge in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn finden um 10:30, 12:30 Uhr sowie der reguläre Termin um 14:30 Uhr statt. Am Grenzdenkmal Hötensleben finden um 11 Uhr und um 15 Uhr Öffentliche Rundgänge statt.

Präsentation der Ergebnisse des Forschungsprojektes „Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes an der innerdeutschen Grenze 1949-1989“, August 2017

Nachdem viele Jahre unklar blieb, wie hoch die Zahl der Opfer an der inner­deutschen Grenze tatsächlich ist und welche Schicksale sich mit diesem Kapitel der jüngsten deutschen Geschichte verbinden, liegt nun das biographische Handbuch des Forschungsverbunds SED-Staat der Freien Universität Berlin vor, das Aufschluss über diese Fragen gibt.

Das Forschungsprojekt wurde in den Jahren 2012 - 2017 durchgeführt und von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gemeinsam mit den Bundesländern Hessen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt finanziert.

Am Donnerstag, dem 17. August 2017, werden um 17:00 Uhr anlässlich des diesjährigen Jahrestages des Berliner Mauerbaus 1961 die Forschungsergebnisse in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn vorgestellt.

Das ehemalige Grenzgebiet im Bezirk Magdeburg und besonders die DDR-Grenzübergangsstelle Marienborn an der Autobahn 2 zwischen Berlin und Han­nover gehören zu den historischen Schauplätzen gescheiterter Fluchtversuche und anderer Todesfälle, die in der Publikation „Die Todesopfer des DDR-Grenz­regimes an der innerdeutschen Grenze 1949-1989“ dokumentiert sind.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt mit der Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt.

Fotoausstellung „Vergangenheit bewältigen – 4 ehemalige Heimkinder aus drei Jahrzehnten und das gemeinsame Hobby Fotografie zur Aufarbeitung“, Juli - August 2017

In Spezialkinderheimen für Schwererziehbare, Durchgangsheimen und Jugendwerkhöfen erfuhren etwa 135.000 Kinder und Jugendliche in der DDR Leid und Unrecht. Einweisungsgründe, Lebensbedingungen und Erziehungsmethoden waren Teil staatlicher Repression und vermeintlicher Umerziehungsmethoden. Einzelarrest, Demütigungen, körperliche Gewalt standen häufig auf der Tagesordnung.

Mit Fotografien dokumentieren vier ehemalige DDR-Heimkinder - Brigitte Matthias, Thomas Senft sowie Nicole und Thomas Ehms – die Realität der DDR-Heimerziehung und verarbeiten ihre Erlebnisse. Die berührenden Bilder sind Zeugnisse einer verlorenen Kindheit und Jugend. Sie rücken ein sensibles Thema in den Fokus der Aufarbeitung.

Bitte informieren Sie sich auch auf der Internetseite www.heimkinder-der-ddr.de

Gedenkveranstaltung zum 65. Jahrestag des Ausbaus des DDR-Grenzregimes und des Beginns der Zwangsaussiedlungen aus dem Sperrgebiet am 26. Mai 2017

Die DDR riegelte ab Mai 1952 ihre Westgrenze ab und baute sie in den Folgejahren zu einem nahezu unüberwindlichen Sperrsystem aus. Bis 1961 wurden etwa 12.000 Menschen aus dem Sperrgebiet an der innerdeutschen Grenze in das Landesinnere zwangsausgesiedelt. Die Gedenkveranstaltung erinnert an jene Menschen, die durch das Grenzregime der DDR ihre Heimat verloren, Leid und Unrecht erfuhren oder getötet wurden.

Grußworte: Bernd Busemann, Landtagspräsident von Niedersachsen und Gabriele Brakebusch, Landtagspräsidentin von Sachsen-Anhalt

Gedenkrede: Birgit Neumann-Becker, Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Veranstalter: Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt, Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn, in Kooperation mit dem des Grenzdenkmalvereins Hötensleben e.V. und dem Verein Grenzenlos – Wege zum Nachbarn e.V. Helmstedt. 

Kunstausstellung „Operation Grenze Marienborn“, Internationaler Museumstag, Mai 2017

Kunstausstellung „Operation Grenze Marienborn“ der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig am internationalen Museumstag. Zwanzig Künstlerinnen und Künstler aus dem Umfeld der Leipziger Kunsthochschule widmen sich dem Thema und Ort der Ausstellung mit künstlerischen Medien und Methoden aller Disziplinen wie Skulptur, Performance, Fotografie, Video, räumliche Setzungen, Installationen, Interventionen, textbasierten Arbeiten, Malerei und Zeichnung.

 

Vortragsveranstaltung "Halbstarke in der DDR und Bundesrepublik", April 2017

Im Nachkriegsdeutschland der 1950er Jahre galten die „Halbstarken“ als erste aus den USA stammende Jugendsubkultur, die für junge Menschen in beiden deutschen Staaten eine große Anziehungskraft entfaltete. Junge Filmdarsteller wie James Dean und Marlon Brando sowie die populären Rock‘n‘Roll-Musiker Elvis Presley und Bill Haley avancierten zu Idolen, an deren Kleidung und Habitus sich Jugendliche orientierten – in Abgrenzung zur vorherrschenden Jugendkultur. Die SED sah darin jedoch eine „amerikanische Unkultur“, in der sie ein „Störfeuer des Klassenfeindes“ ausmachte. Die „Halbstarken“, in der DDR „Rowdys“ genannt, wurden kriminalisiert und von Volkspolizei und Staatssicherheit verfolgt.

Die Historikerin Dr. Wiebke Janssen, Leiterin des Dokumentationszentrums am Moritzplatz des Bürgerkomitees Magdeburg e. V., berichtet über die Besonderheiten dieser popkulturellen Phänomene in Ost und West sowie über die Bestrebungen der DDR-Führung, dem westlichen Einfluss eine eigene Jugendkultur entgegen zu setzen. Im Anschluss an den Vortrag findet ein moderiertes Gespräch mit der Wissenschaftlerin und dem Zeitzeugen Erich Lessny statt. Der ehemalige Lehrer und Musiker entdeckte Mitte der 1950er Jahre Elvis Presley für sich. Er schildert die Gratwanderung zwischen musikalischen Vorlieben und staatlichen Vorgaben, die nicht im Verhältnis 60:40 zu bewerkstelligen war.


Die Veranstaltung  ist eine Kooperationsveranstaltung zwischen der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn und dem Dokumentationszentrum des Bürgerkomitees Magdeburg. 

 

 

 

 

Wechselausstellung „Der Schuss, der nie fiel" von Klaus M. Frieling, März 2017

Am Freitagnachmittag haben wir eine neue Sonderausstellung eröffnet. „Der Schuss, der nie fiel“ ist eine fotografische Dokumentation von Klaus M. Frieling aus der Zeit vom Ende des Kalten Krieges.
Nach der Begrüßung durch Gedenkstättenleiterin Dr. Susan Baumgartl, stellte Frieling die Schau vor. Anschließend nutzen unsere Gäste die Gelegenheit für angeregte Gespräche bei einem kleinen Snack. Wir freuen uns besonders, dass wir zu der Veranstaltung Gabriele Brakebusch, Präsidentin des Landtages von Sachsen-Anhalt, bei uns begrüßen konnten.