Vortrag und Gespräch: "Die andere Grenze: Das SED-Grenzregime zu West-Berlin", Donnerstag, 06.08.2026, 17:00 Uhr
Die Mauer verlief nicht nur mitten durch Berlin. Auch die Grenze zwischen West-Berlin und dem heutigen Brandenburg befestigte die DDR mit Streckmetallzäunen, Mauern und Wachttürmen. Im sich schnell entwickelnden „Kalten Krieg“ veränderte sich dieses Grenzregime in mehreren Etappen und begann sich in den 1960er Jahren der innerdeutschen Grenze anzugleichen.
Der Historiker Rainer Potratz skizziert die besonderen Bedingungen des SED-Grenzregimes zu West-Berlin. Dabei beleuchtet er die Zusammenarbeit unterschiedlicher militärischer und ziviler Institutionen: Die Überwachung der Transitstrecke zwischen den Grenzübergängen Drewitz und Marienborn durch das Ministerium für Staatssicherheit und die Volkspolizei sollte Kontakte zwischen Ost- und Westdeutschen sowie Fluchtversuche verhindern.
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
2. Simson-Treffen der Gruppe „Bördepfusch“, Samstag, 08.08.2026, 10:00 - 17:00 Uhr
Auf dem Gelände der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn präsentieren junge Erwachsene ihre Mopeds.
Wie kaum eine andere Fahrzeugserie neben dem Trabi stehen die Mopeds der Firma Simson für Mobilität in der DDR. Für viele Jugendliche waren sie der erste Schritt in die Unabhängigkeit. Die Marke wurde damit zu einem wichtigen Teil des Alltags in der SED-Diktatur. Bis in die Gegenwart hinein sind Simsons oftmals die ersten eigenen Fahrzeuge von Heranwachsenden im ländlichen Raum Ostdeutschlands.
Neben den Mopeds wartet auf die Gäste auch die Möglichkeit, Technik und Ersatzteile für ihre eigenen Fahrzeuge zu erwerben sowie ein Wettbewerb um das leistungsstärkste Moped. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.
Die Gruppe „Bördepfusch“ ist ein Zusammenschluss von jungen Erwachsenen aus dem Dorf Hötensleben und Umgebung zur Pflege des gemeinsamen Hobbys rund um die Mopeds der Marke Simson.
Mit dem Treffen bietet die Gedenkstätte jungen Menschen den Raum, ihr Engagement rund um das motorisierte Hobby zu präsentieren. Zugleich lädt sie damit zum Austausch und zum Nachdenken darüber ein, was die Simson für die Vergangenheit und die Gegenwart bedeutet.
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Gedenkveranstaltung zum 65. Jahrestag des Berliner Mauerbaus, Donnerstag, 13.08.2026, 16:00 Uhr
Am 13. August riegelte die kommunistische Führung die Grenze zwischen Ost- und West-Berlin ab. In den darauffolgenden Wochen errichtete sie mit der Berliner Mauer ein bauliches Symbol der Teilung Europas und schloss zugleich das letzte Schlupfloch im „Eisernen Vorhang“ für Flüchtlinge aus der DDR. In der Folge wurden im DDR-Sperrgebiet vermeintlich „politisch unzuverlässige“ Bewohnerinnen und Bewohner aus grenznahen Ortschaften gezwungen, ihr Zuhause zu verlassen. Auch die Grenzsperranlagen der DDR wurden deutlich verstärkt.
Die Gedenkrede zum Jahrestag hält die Schriftstellerin, Journalistin und Hochschullehrerin Professor Ines Geipel. Im Anschluss bietet ein Gespräch mit Ines Geipel sowie den Zeitzeugen Rolf-Joachim Erler-McLean und Dr. Hauke Hückstädt einen Rückblick auf den Mauerbau und eine Reflexion der Auswirkungen auf das persönliche Leben wie auf die Gesellschaften in Ost und West.
Die musikalische Begleitung der Veranstaltung übernimmt ein Streicherensemble aus Musikerinnen und Musiker der Partnerstädte Braunschweig und Magdeburg.
Das Programm zur Veranstaltungen finden Sie hier.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Sommerfest Erinnern!, Samstag, 22.08.2026 12-22 Uhr
30 Jahre Gedenkstätte - 30 Jahre Erinnerung an Teilung und Einheit. Seit dem 13. August 1996 hat sich auf dem Gelände der ehemals größten innerdeutschen Grenzübergangsstelle viel getan. Zum 30. Gründungstag feiert die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn nicht nur 30 Jahre erfolgreiche Arbeit - sie feiert, dass das Ende der DDR-Diktatur es möglich machte, aus einem Ort der Kontrolle und Gewalt einen Ort der Erinnerung, Vermittlung und Begegnung zu schaffen.
Aus diesem Anlass präsentieren sich Initiativen, Einrichtungen und Akteur:innen im Bereich der Erinnerungskultur, der Demokratiebildung, der Menschenrechtsarbeit und der Stärkung zivilgesellschaftlicher Strukturen.
Gespräche mit Zeitzeug:innen bieten persönliche Einblicke in die Geschichte der Deutschen Teilung.
Auf der Bühne wird unter anderem der bekannte Liedermacher Stephan Krawczyk spielen.
12 Uhr Eröffnung
14 Uhr Konzertlesung mit Stephan Krawczyk
15 Uhr Projektpräsentationen
17 Uhr junge Bands aus der Region
19 Uhr Konzert mit KEIMZEIT
Der Eintritt ist kostenlos.
Öffentlicher Rundgang zum Reformationstag
Samstag, den 31. Oktober 2026, um 14:30 Uhr, Treffpunkt vor dem Besucherzentrum der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn
Zu besichtigen sind das Außengelände mit der Passkontrolle Einreise, der Zollabfertigung, der Wechselstelle und dem Kommandantenturm.
Der Rundgang dauert rund 90 Minuten.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

