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Online-Vorführung einer Pen&Paper-Session: "Im Harz, am Ende der Welt", Freitag, 30.01.2026, um 19:00 Uhr

Unweit der Reste von Stacheldraht und Wachttürmen liegt das fiktive Städtchen Heidroda im Harz – kein Ort, wo junge Leute gerne leben wollen. Doch manche von ihnen kommen nicht weg. Immer wieder stoßen sie auf Grenzen – manche alt, manche neu und manche nicht von dieser Welt.

Pen&Paper-Rollenspiele sind eine Mischung aus gemeinsamem Geschichtenerzählen und Brettspiel. Die Spielenden schlüpfen in Charaktere und beschreiben, wie ihre Rollen auf eine von der Spielleitung beschriebene Situation reagieren. Auf diese Weise und mit einer gehörigen Portion Würfelglück treiben sie die Geschichte interaktiv und oftmals auf unerwarteten Wegen voran.

Das für die Erinnerungskultur ungewöhnliche Medium dient als Metapher: Das Setting vermittelt Informationen über die deutsche Teilungsgeschichte; das fiktive Übernatürliche erlaubt zugespitzt zu fragen, wo alte und neue Grenzen in unseren Alltag einbrechen können. 

Die Session wird in Kooperation mit dem System-Matters-Verlag live auf der Online-Plattform „Twitch“ übertragen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Sie erreichen die Veranstaltung unter folgendem Link:

https://www.twitch.tv/systemmatters?lang=de

Klicken Sie im Anschluss bitte auf die Bildkachel mit der passenden Bildunterschrift.

Dokumente des Grenzopfers Fred Woitke werden der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn übergeben, Montag, um 02.02.2026, 13:00 Uhr

Der 23-jährige Zimmermann Fred Woitke aus Eisenhüttenstadt versuchte am 21. April 1973 mit einem LKW die DDR-Grenze an der Grenzübergangsstelle Marienborn zu durchbrechen. Sein Fluchtfahrzeug überschlug sich an der Straßenrollsperre, woraufhin vier Grenzer das Feuer auf den Fliehenden eröffneten. Woitke verstarb wenige Stunden später im Krankenhaus.

Die Dokumente, die er zum Zeitpunkt bei sich trug, gelangten aus den Beständen des Ministeriums für Staatssicherheit in den Besitz des Bundesarchivs. Dort wurden so von Michael Teupel wiederendeckt. Teupel, der die Benennung des Bahnhofsvorplatzes von Helmstedt nach Woitke anregte, stellt die Objekte mit Unterstützung der Angehörigen der Öffentlichkeit zur Verfügung. Sie sind nun erstmals am Ort von Woitkes Ermordung zu sehen und erinnern an das Leben des jungen Mannes. Insbesondere der von einem Einschusslos gezeichnete Sozialversicherungsausweise von Woitke symbolisiert die Brutalität des DDR-Grenzregimes.

Vom 2. Februar bis zum 2. August 2026 werden die Dokumente in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn ausgestellt sein. Zuvor waren sie im Zonengrenzmuseum Helmstedt zu sehen.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.

Präsentation des Comics: „Punk, Protest, Polizei. Comics zur Friedlichen Revolution“, Mittwoch, 11.02.2026, 17:00 Uhr

Sechs Geschichten über Liebe und Aufbegehren, von Freiheit und Enttäuschung, von Flucht und Verrat. Erzählt und gezeichnet von 15 Schüler:innen zeigen sie, wie sich Jugendliche heute das SED-Regime und die Friedliche Revolution vorstellen. Entstanden aus einer Comic-Werkstatt beweisen die Zeichnungen, dass junge Menschen auch heute noch ein Interesse an der DDR haben.

Gemeinsam mit dem Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und dem Literaturhaus Magdeburg präsentiert die Gedenkstätte Deutsche Teilung das aus der Werkstatt entstandene Comic-Heft. Mit der gestalterischen Betreuerin, der Illustratorin Livia Brocke, wird über die Entstehung und über die Chancen des Heftes für die Bildungsarbeit gesprochen.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Veranstaltung findet im Literaturhaus Magdeburg statt.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich

Interaktive Comic-Lesung: „Robert und Rose. Liebe in Zeiten des Krieges“ mit Lilya Matveeva und Jochen Voit, Samstag, 07.03.2026, um 16:00 Uhr

Comic Autorin Lilya mag den alten Mann von nebenan. Er heißt Robert und erzählt ihr die Geschichte seiner Jugendliebe Rose: Eine Romanze aus der DDR der 1970er Jahre im Schatten des Eisernen Vorhangs. Über die unangepasste Rose, die ebenfalls das Zeichnen liebte, und Robert, der sie beschützte, als ein westdeutscher Schleuser sie in Lebensgefahr brachte. Doch plötzlich kommen Lilya Zweifel am Wahrheitsgehalt der Geschichte. Sie macht einen Mann ausfindig, der eine ganz andere Version parat hat: Rose habe die DDR verlassen wollen und ihren Freiheitswillen teuer bezahlen müssen. Lilya versucht, die Wahrheit herauszufinden.
Wer waren Rose und Robert wirklich? Die Lovestory wird zum Politthriller, Lilyas Recherche zur Parabel auf alte und neu entfachte Ost-West-Konflikte.

Anlässlich des internationalen Frauentages lädt die Gedenkstätte zur interaktiven Comic-Lesung und zum Gespräch ein. Es liest die Zeichnerin Lilya Matveeva, die aufgrund ihrer Arbeit für die in Russland verbotene Menschrechtsorganisation Memorial fliehen musste. Mit ihr auf der Bühne steht der Autor des Comics Jochen Voit, der Leiter der Gedenkstätte Andreasstraße.

Im Anschluss besteht bei einem Imbiss Zeit für Austausch und Gespräche sowie die Möglichkeit, die Comics signieren zu lassen.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Rollenbilder - Vielfalt statt Einfalt" der Gleichstellungsbeauftragten der Landkreise Börde und Helmstedt und findet in Kooperation mit diesen statt.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Unser Programm rund um Ostern

Karfreitag, 3. April 2026

  • Die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn mit der Dauerausstellung bleibt am Karfreitag geschlossen.
  • Das Grenzdenkmal Hötensleben ist frei zugänglich. 

Ostersonntag, 5. April 2026 

  • um 14:30 Uhr öffentlicher Rundgang (90 Min) in Marienborn inklusive Turmbesteigung für Erwachsene
  • um 14:30 Uhr Familienrundgang (60 Min) in Marienborn

Ostermontag, 6. April 2026 

  • um 14:30 Uhr öffentlicher Rundgang (90 Min) in Marienborn inklusive Turmbesteigung für Erwachsene

Lesung und Gespräch: „Rotstrick“ mit Astrid und Matthias Kreibich, Donnerstag, 22.04.2026, um 17:00 Uhr

Ein Koffer gefüllt mit Briefen, Liebe und Enge. Nach 33 Jahren öffnet ihn die Protagonistin von Astrid Kreibichs  „Rotstrick“ und taucht damit in ihre eigenen Vergangenheit ein: Denn der Briefwechsel erzählt von ihrer großen Liebe – und von einem Jahr Freiheitsentzug. Denn der Mann, dem sie sich wieder annähert, sitzt nach einem Fluchtversuch aus der DDR in politischer Haft. In ihrem Roman verwebt die Autorin die aus der Haft geschmuggelten Briefe mit Szenen aus der Vergangenheit und der Gegenwart west- und ostdeutscher Historie. Die beiden Hauptpersonen erleben dramatische Szenen und kuriose Episoden, die sie mit ihrer eigenen poetischen Sprache beschreiben, in der Hoffnung, von der Zensur nicht verstanden zu werden.

Doch „Rotstrick“ ist nicht fiktiv. Astrid Kreibich erzählt darin die Geschichte von ihr und ihrem Mann Matthias. Die in die Erzählung eingewobenen Briefe sind nicht ausgedacht, sondern wurden von den beiden genauso geschrieben. Mehr als 35 Jahre nach dem Ende der DDR können die beiden nun aus ihrem Leben berichten und aus ihren Erfahrungen lesen. Im Nachgang der Lesung stehen sie für ein Gespräch zur Verfügung. Moderiert wird die Veranstaltung durch den ehemaligen DDR-Oppositionellen Hartmut Rüffert.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Unser Programm zum Tag der Arbeit am Donnerstag, 1. Mai 2026

  • um 14:30 Uhr Führung zu historischen Militärfahrzeugen (etwa 30 Min) in Marienborn
  • um 15:00 Uhr öffentlicher Rundgang (90 Min) in Marienborn inklusive Turmbesteigung für Erwachsene

Unser Programm an Christi Himmelfahrt, 14. Mai 2026

  • um 14:30 Uhr öffentlicher Rundgang (90 Min) in Marienborn inklusive Turmbesteigung für Erwachsene
  • um 14:30 Uhr öffentlicher Rundgang (60 Min) am Grenzdenkmal Hötensleben

Unser Programm zu Pfingsten

Pfingstsonntag, 24. Mai 2026

  • um 14:30 Uhr öffentlicher Rundgang (90 Min) in Marienborn inklusive Turmbesteigung für Erwachsene
  • um 14:30 Uhr Familienrundgang (60 Min) in Marienborn

Pfingstmontag, 25. Mai 2026

  • um 14:30 Uhr öffentlicher Rundgang (90 Min) in Marienborn inklusive Turmbesteigung für Erwachsene

 

Gedenkstunde

am Dienstag, 26. Mai am Grenzdenkmal Hötensleben

zum 74. Jahrestag des Ausbaus des DDR-Grenzregimes und des Beginns der Zwangsaussiedlungen aus dem Sperrgebiet

Am 26. Mai 1952 unterzeichneten die USA, Großbritannien, Frankreich und die Bundesrepublik Deutschland den sogenannten Deutschlandvertrag, der den Besatzungsstatus für Westdeutschland beenden sollte. Als inszenierte Reaktion darauf trieb der sowjetische Diktator Josef Stalin die militärische Aufrüstung der DDR voran. Die SED-Führung riegelte ihre Westgrenze ab und baute sie in den Folgejahren zu einem nahezu unüberwindlichen Sperrsystem aus. Bis 1961 wurden etwa 12.000 Menschen aus dem Sperrgebiet an der innerdeutschen Grenze in das Landesinnere zwangsausgesiedelt.

Wir laden herzlich zum öffentlichen Gedenken an all jene Menschen ein, die durch das Grenzregime der DDR ihre Heimat verloren, Leid und Unrecht erfuhren oder getötet wurden. 

Save the Date: Gedenken an die Opfer des DDR-Grenzregimes zum 65. Jahrestag des Mauerbaus, Donnerstag, 13.08.2026

Am 13. August 1961 riegelte die DDR die Sektorengrenze zwischen West- und Ost-Berlin ab. Damit schloss das Regime um Walter Ulbricht das letzte Schlupfloch für Flüchtlinge in Richtung Westen. Im Nachgang des Baus der Berliner Mauer wurden auch die Sperranlagen an der innerdeutschen Grenze weiter verstärkt. In einer zweiten Welle aus Zwangsaussiedlungen mussten tausende aus Sicht des Regimes unzuverlässige Menschen ihr Zuhause im Rahmen der sogenannten Aktion "Festigung" zwangsweise aufgaben und ins Landesinnere ziehen. Zum 65. Jahrestag erinnert die Gedenkstätte an die Zwangsausgesiedelten, die wegen versuchter Republikflucht verstorbenen und an die Toten der innerdeutschen Teilung.

Die Details zur Veranstaltung werden im Laufe der nächsten Wochen an dieser Stelle bekannt gegeben.

Save the Date: Sommerfest anlässlich des 30. Gründungstages der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn, Samstag, 22.08.2026

30 Jahre Gedenkstätte - 30 Jahre Erinnerung an Teilung und Einheit. Seit dem 13. August 1996 hat sich auf dem Gelände der ehemals größten innerdeutschen Grenzübergangsstelle viel getan. Zum 30. Gründungstag feiert die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn nicht nur 30 Jahre erfolgreiche Arbeit - sie feiert, dass das Ende der DDR-Diktatur es möglich machte, aus einem Ort der Kontrolle und Gewalt einen Ort der Erinnerung, Vermittlung und Begegnung zu schaffen.

Zu diesem Anlass bietet die Gedenkstätte Sonderführungen, Musik und vieles weitere mehr.

Der Eintritt ist kostenlos. 

Das Veranstaltungsprogramm wird an dieser Stelle bekannt gegeben.