Niños robados. Gestohlene Kinder. Stolen children.
6. November 2026 - 11. Februar 2027
Deutschland, Argentinien, die Sowjetunion – zahlreiche Länder haben im Laufe ihrer Geschichte aus politischen Gründen Familien ihre Kinder entzogen. Das nationalsozialistische Deutschland verschleppte im Rahmen seines rassistischen Eroberungs- und Vernichtungskrieges Kinder aus den besetzten Gebieten. In der DDR gehörte die Drohung, die Kinder wegzunehmen, zum Repertoire politischer Repression und Disziplinierung. In Kanada wurden Kinder aus rassistischen Gründen aus den indigenen Gemeinschaften gerissen, um sie zur Anpassung an die »weiße Gesellschaft« zu zwingen. Indigene Familien waren oft die ersten Opfer der Bürgerkriege in Mittel- und Lateinamerika. In Spanien und Argentinien bekämpften die Militärdiktaturen ihre Gegner mit Terror, der sich ausdrücklich auch gegen deren Kinder richtete.
Auf 25 Schautafeln werden Biographien von Betroffenen aus unterschiedlichen Ländern des Erdballs in ihrem jeweiligen historischen Kontext vorgestellt. Sie vermitteln die verheerenden Folgen für die Opfer. Die Ausstellung ist ein Projekt der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Zusammenarbeit mit der Elisabeth-Käsemann-Stiftung.
Die Schau ist in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn täglich von 10 bis 17 Uhr zu sehen.
Virtuelle Ausstellung "Als aus Teilung Freiheit wurde"
Die digitale Ausstellung erzählt vom Fall der innerdeutschen Grenze und den unmittelbaren Nachwirkungen in der Region rund um die ehemalige Grenzübergangsstelle Marienborn. So berichtet sie unter anderem vom Abbau der Grenzanlagen und vom heutigen Erinnern an die deutsche Teilung. Die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn erarbeitete für die Schau vier zweidimensionale, digitale Ausstellungsräume. Gäste können diese mittels einer virtuellen Figur eigenständig erkunden. Es handelt sich um das erste Projekt einer bundesdeutschen Gedenkstätte dieser Art.
Die Schau wurde aus Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt finanziert.
Rufen Sie die folgende Seite auf: https://app.gather.town/app/GWOr7nw4TiRoCOwA/GDT_Ausstellung
- Sie werden gefragt, ob Sie dem Programm Zugang auf Mikrofon und Kamera erlauben wollen. Das ist für die Nutzung der Ausstellung nicht nötig.
- Danach können Sie Ihren Namen eingeben. Sie sind nicht verpflichtet, Ihren echten Namen zu nutzen.
- Neben dem Feld für den Namen sehen Sie Ihre Figur. Wenn Sie darauf klicken, dann haben Sie die Möglichkeit, das Aussehen Ihres virtuellen Abbildes zu verändern.
- Klicken Sie im Anschluss auf das grüne Feld mit der Aufschrift „Join“.
- Sie können nun Ihre Figur frei durch die Ausstellung bewegen. Nutzen Sie dafür die vier Pfeiltasten auf Ihrer Tastatur.
- Wenn Sie sich bestimmten Objekten nähern, sind diese hervorgehoben. Drücken Sie die X-Taste auf Ihrer Tastatur. Bilder und Texte werden vergrößert.
- Sie verlassen die Ausstellung, indem Sie das Browserfenster schließen.
