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Willkommen auf der Homepage der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn

Die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn ist ein Erinnerungsort der deutschen und europäischen Zeitgeschichte. Sie befindet sich auf dem Gelände der DDR-Grenzübergangsstelle (GÜSt) Marienborn an der Autobahn Berlin – Hannover, einem der westlichsten Punkte an der ehemaligen Systemgrenze zwischen dem kommunistischen Herrschaftsbereich und den demokratischen Staaten des Westens. 

Die GÜSt Marienborn war integraler Bestandteil des nahezu lückenlos überwachten Grenzsicherungssystems der DDR. Als Trennwand und Nadelöhr zwischen Ost und West markierte sie eine Nahtstelle im „Eisernen Vorhang“, an der die Spaltung Deutschlands, Europa und der Welt in zwei gegensätzliche Lager manifest wurde. 

Wesentlicher Bestandteil der Gedenkstätte ist das Grenzdenkmal Hötensleben, etwa 17 Kilometer südlich gelegen, das die Grenzbefestigungsanlagen der DDR im Zustand von 1989 dokumentiert.

 

 

 

Foto: Jörg Metzner

Aufführung des Theaterstücks #BerlinBerlin am 11. und 12. September 2021 in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn

Aus Anlass des 60. Jahrestages des Berliner Mauerbaus, findet am 11. und 12. September 2021 die Aufführung des Theaterstückes #BerlinBerlin in der...

Foto: Kai Wiedenhöfer

Sonderausstellung CONFRONTIER vom 1. August bis 30. September 2021 in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn

Aus Anlass des 60. Jahrestages des Baues der Berliner Mauer wird vom 1. August bis zum 30. September 2021 die Sonderausstellung CONFRONTIER von Kai...

Stelle

Die SubsiDiariuS GmbH sucht zur Verstärkung des Teams ab sofort Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (m/w/d) für das Objekt Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn.

Zur ausführlichen Ausschreibung gelangen Sie hier 

Stellungnahme der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt

Die Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt distanziert sich von der geschichtspolitischen Vereinnahmung des Grenzdenkmals Hötensleben durch die Alternative für Deutschland. Am 9. November 2020, an dem der Opfer der Pogromnacht vor 82 Jahren gedacht und an die Grenzöffnung vor 31 Jahren erinnert wurde, legten vier Landespolitiker der AfD hier einen Kranz nieder. Die Gedenkaktion, die den „zahlreichen Opfern der sozialistischen Diktatur“ gewidmet sein soll, wurde in einem Video festgehalten, das auf verschiedenen Kanälen verbreitet wurde. Darin äußern sich die Teilnehmer aus Sachsen-Anhalt und Niedersachen auch zu ihren Motiven. Inhaltlich haben diese nur wenig mit dem vorgeblichen Anlass oder dem geschichtsträchtigen Ort zu tun: Beide dienen nur als Kulisse für eine ahistorische Gleichsetzung zwischen der untergegangenen SED-Diktatur und der freiheitlich-demokratischen Bundesrepublik.

So begründet Oliver Kirchner, Chef der sachsen-anhaltischen Landtagsfraktion, seinen Parteieintritt vor sechs Jahren damit, dass ihn „die Zustände, die wir jetzt haben […] schärfstens wieder an das erinnern […], was wir damals hatten“. Konkret meint er damit, „dass Leute ausgegrenzt werden, dass in Betrieben geschnüffelt wird“. Der niedersächsische Landesvorsitzende Jens Kestner ergänzt, „die Brüder und Schwestern in der DDR“ wären damals nicht auf die Straße gegangen, „um so ein System noch einmal zu erleben“. Martin Reichhardt, Landesvorsitzender in Sachsen-Anhalt, spitzt weiter zu: „Wir sehen, dass Linke, Grüne und SPD, unterstützt von der CDU, Deutschland wieder zerstören wollen. Dieser Zerstörung müssen wir uns mit allen Mitteln entgegenstellen.“

Das aus den zurückliegenden Landtagswahlkämpfen in Sachsen und Brandenburg sattsam bekannte Argumentationsmuster der AfD, wonach es in Deutschland einer „Wende 2.0“ bedürfe, um die Friedliche Revolution von 1989 zu „vollenden“, wird hier erneut bemüht.

Dieser Uminterpretation unserer Geschichte widersprachen nicht nur 100 frühere Bürgerrechtler/innen der DDR in einem öffentlichen Brief vom 18. August 2019, sondern auch Bundespräsident Steinmeier in seiner Rede zum 58. Jahrestag des Mauerbaus: „Wenn politische Gruppierungen versuchen, das Erbe von '89 für ihre Angstparolen zu stehlen, dann ist das eine perfide Verdrehung der Geschichte“.

Den Worten unseres Staatsoberhauptes ist nichts hinzuzufügen.

Dr. Kai Langer, Stiftungsdirektor

Gedenkstättenfahrten in Sachsen-Anhalt sind zu 100 Prozent gefördert

Der Direktor der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt, Dr. Kai Langer, und der Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt, Maik Reichel unterzeichneten eine Kooperationsvereinbarung, die mehr Schulen dazu anregen soll, die Gedenkstätten in Sachsen-Anhalt zu besuchen. Als Anreiz übernimmt die Landeszentrale für politische Bildung für befristete Zeit vollständig die Kosten für Gedenkstättenfahrten.

Seit 2009 wird die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn anteilig gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM).

Im Dezember 2011 wurde die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn mit dem Europäischen Kulturerbesiegel der Europäischen Union ausgezeichnet.