Frauen im geteilten Deutschland
2. März 2026 - 5. April 2026
Die Westfrau als "Heimchen am Herd", die Ostfrau, die im Kohlebergbau "ihren Mann steht" - auch drei Jahrzehnte nach dem Ende der deutschen Teilung begegnen viele Klischess über Frauen im geteilten Deutschland. Woher kommen diese und zahlreiche andere Zuschreibungen? Was ist an ihnen dran?
Die Ausstellung will die vielfältigen Erfahrungen von Frauen sichtbar machen und deren deutsch-deutsche Lebenswirklichkeiten mit den Gemeinsamkeiten und Unterschieden aufzeigen. Zugleich wirft die Schau die Frage auf, ob Frauen in beiden Systemen ein Streben nach Selbstbestimmung in einem männlich geprägten System verbanden.
Es handelt sich um eine von Clara Marz erarbeitete Ausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Der Eintritt ist kostenfrei.
Ausstellung der Dokumente des Grenzopfers Fred Woitke
2. Februar 2026 - 2. August 2026
Der 23-jährige Zimmermann Fred Woitke aus Eisenhüttenstadt versuchte am 21. April 1973 mit einem LKW die DDR-Grenze an der Grenzübergangsstelle Marienborn zu durchbrechen. Sein Fluchtfahrzeug überschlug sich an der Straßenrollsperre, woraufhin vier Grenzer das Feuer auf den Fliehenden eröffneten. Woitke verstarb wenige Stunden später im Krankenhaus.
Die Dokumente, die er zum Zeitpunkt bei sich trug, gelangten aus den Beständen des Ministeriums für Staatssicherheit in den Besitz des Bundesarchivs. Dort wurden so von Michael Teupel wiederendeckt. Teupel, der die Benennung des Bahnhofsvorplatzes von Helmstedt nach Woitke anregte, stellt die Objekte mit Unterstützung der Angehörigen der Öffentlichkeit zur Verfügung. Sie sind nun erstmals am Ort von Woitkes Ermordung zu sehen und erinnern an das Leben des jungen Mannes. Insbesondere der von einem Einschusslos gezeichnete Sozialversicherungsausweise von Woitke symbolisiert die Brutalität des DDR-Grenzregimes.
Vom 2. Februar bis zum 2. August 2026 werden die Dokumente in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn ausgestellt sein.
Der Eintritt ist frei.
Virtuelle Ausstellung "Als aus Teilung Freiheit wurde"
Die digitale Ausstellung erzählt vom Fall der innerdeutschen Grenze und den unmittelbaren Nachwirkungen in der Region rund um die ehemalige Grenzübergangsstelle Marienborn. So berichtet sie unter anderem vom Abbau der Grenzanlagen und vom heutigen Erinnern an die deutsche Teilung. Die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn erarbeitete für die Schau vier zweidimensionale, digitale Ausstellungsräume. Gäste können diese mittels einer virtuellen Figur eigenständig erkunden. Es handelt sich um das erste Projekt einer bundesdeutschen Gedenkstätte dieser Art.
Die Schau wurde aus Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt finanziert.
Rufen Sie die folgende Seite auf: https://app.gather.town/app/GWOr7nw4TiRoCOwA/GDT_Ausstellung
- Sie werden gefragt, ob Sie dem Programm Zugang auf Mikrofon und Kamera erlauben wollen. Das ist für die Nutzung der Ausstellung nicht nötig.
- Danach können Sie Ihren Namen eingeben. Sie sind nicht verpflichtet, Ihren echten Namen zu nutzen.
- Neben dem Feld für den Namen sehen Sie Ihre Figur. Wenn Sie darauf klicken, dann haben Sie die Möglichkeit, das Aussehen Ihres virtuellen Abbildes zu verändern.
- Klicken Sie im Anschluss auf das grüne Feld mit der Aufschrift „Join“.
- Sie können nun Ihre Figur frei durch die Ausstellung bewegen. Nutzen Sie dafür die vier Pfeiltasten auf Ihrer Tastatur.
- Wenn Sie sich bestimmten Objekten nähern, sind diese hervorgehoben. Drücken Sie die X-Taste auf Ihrer Tastatur. Bilder und Texte werden vergrößert.
- Sie verlassen die Ausstellung, indem Sie das Browserfenster schließen.

