Wechselausstellung: „Die Grenze in der Feldmark“ – Lebenslinien zwischen Altmark und Wendland
15. Juni - 20. September 2026
Geteilt und doch verbunden: 40 Jahre lang trennte die innerdeutsche Grenze die Altmark und das Wendland. Zwei eng miteinander verwobene Regionen riss das DDR-Grenzregime auseinander – und damit die Menschen, die zwischen Bergen, Salzwedel und Schnackenburg aufwuchsen, lebten und arbeiteten. Was bedeutete die Teilung für sie? Wie blicken sie mehr als 35 Jahre nach der deutsch-deutschen Vereinigung auf diese Zeit und die andauernden erinnerungskulturellen Debatten?
20 Zeitzeuginnen und Zeitzeugen antworten auf diese Fragen. In der Schau erzählen sie ihre teils persönlichen Geschichten von schicksalhaften Begegnungen, von Ängsten, Hoffnungen, Leid und Freude.
Das Institut für Didaktik der Demokratie der Leibniz Universität Hannover hat als wissenschaftlicher Partner das Projekt begleitet. Weitere Kooperationspartner waren das Museum Wustrow, das Swinmark-Grenzlandmuseum Göhr, das Grenzlandmuseum Schnackenburg sowie das Danneil-Museum Salzwedel. Die Projektbearbeitung erfolgte unter der Federführung des Museumsverbundes Lüchow-Dannenberg.
Das von der Metropolregion Hamburg geförderte Projekt lag in Trägerschaft des Landkreises Lüchow-Dannenberg. Weitere Förderer des Projekts waren der Lüneburgische Landschaftsverband und der Rotary-Club Lüchow-Dannenberg.
Zielscheibe Mensch. Fred Woitke - Dokumente einer tödlichen Flucht
2. Februar 2026 - 2. August 2026
Der 23-jährige Zimmermann Fred Woitke aus Eisenhüttenstadt versuchte am 21. April 1973 mit einem LKW die DDR-Grenze an der Grenzübergangsstelle Marienborn zu durchbrechen. Sein Fluchtfahrzeug überschlug sich an der Straßenrollsperre, woraufhin vier Grenzer das Feuer auf den Fliehenden eröffneten. Woitke verstarb wenige Stunden später im Krankenhaus.
Die Dokumente, die er zum Zeitpunkt bei sich trug, gelangten aus den Beständen des Ministeriums für Staatssicherheit in den Besitz des Bundesarchivs. Dort wurden so von Michael Teupel wiederendeckt. Teupel, der die Benennung des Bahnhofsvorplatzes von Helmstedt nach Woitke anregte, stellt die Objekte mit Unterstützung der Angehörigen der Öffentlichkeit zur Verfügung. Sie sind nun erstmals am Ort von Woitkes Ermordung zu sehen und erinnern an das Leben des jungen Mannes. Insbesondere der von einem Einschusslos gezeichnete Sozialversicherungsausweise von Woitke symbolisiert die Brutalität des DDR-Grenzregimes.
Vom 2. Februar bis zum 2. August 2026 werden die Dokumente in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn ausgestellt sein.
Der Eintritt ist frei.
Virtuelle Ausstellung "Als aus Teilung Freiheit wurde"
Die digitale Ausstellung erzählt vom Fall der innerdeutschen Grenze und den unmittelbaren Nachwirkungen in der Region rund um die ehemalige Grenzübergangsstelle Marienborn. So berichtet sie unter anderem vom Abbau der Grenzanlagen und vom heutigen Erinnern an die deutsche Teilung. Die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn erarbeitete für die Schau vier zweidimensionale, digitale Ausstellungsräume. Gäste können diese mittels einer virtuellen Figur eigenständig erkunden. Es handelt sich um das erste Projekt einer bundesdeutschen Gedenkstätte dieser Art.
Die Schau wurde aus Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt finanziert.
Rufen Sie die folgende Seite auf: https://app.gather.town/app/GWOr7nw4TiRoCOwA/GDT_Ausstellung
- Sie werden gefragt, ob Sie dem Programm Zugang auf Mikrofon und Kamera erlauben wollen. Das ist für die Nutzung der Ausstellung nicht nötig.
- Danach können Sie Ihren Namen eingeben. Sie sind nicht verpflichtet, Ihren echten Namen zu nutzen.
- Neben dem Feld für den Namen sehen Sie Ihre Figur. Wenn Sie darauf klicken, dann haben Sie die Möglichkeit, das Aussehen Ihres virtuellen Abbildes zu verändern.
- Klicken Sie im Anschluss auf das grüne Feld mit der Aufschrift „Join“.
- Sie können nun Ihre Figur frei durch die Ausstellung bewegen. Nutzen Sie dafür die vier Pfeiltasten auf Ihrer Tastatur.
- Wenn Sie sich bestimmten Objekten nähern, sind diese hervorgehoben. Drücken Sie die X-Taste auf Ihrer Tastatur. Bilder und Texte werden vergrößert.
- Sie verlassen die Ausstellung, indem Sie das Browserfenster schließen.

