Wechselausstellungen

Wechselausstellung „Gino Kuhn – Die Farben von Freiheit und Unfreiheit “ vom 17. Juni - 5. August 2018 täglich von 10:00 Uhr - 17:00 Uhr

Plakat: Gedenkstätte Marienborn

Gino Kuhn, geboren 1955 in Walldürn (Baden-Württemberg), ist Hochbauzeichner und Künstler. Nach Schule, Berufsfachschule und einer Ausbildung zum Fernmeldehandwerker zog er 1975 nach West-Berlin. Durch den Alltag an und mit der Berliner Mauer direkt mit der deutschen Teilung konfrontiert, nahm Gino Kuhn Kontakt zu einer Fluchthelferorganisation auf. Für diese war er als Kurier tätig und half ausreisewilligen DDR-Bürgern bei der Fluchtvorbereitung.

Am 23. Oktober 1975 machte Kuhn selbst seine erste Fahrt als Fluchthelfer. Durch Verrat wurden er und die drei im Kofferraum versteckten Personen am Grenzübergang Wartha - Herleshausen verhaftet. Nach der Untersuchungshaft in Cottbus und Berlin-Hohenschönhausen verurteilte ihn das Bezirksgericht Cottbus im April 1976 wegen „Staatsfeindlichen Menschenhandels” zu sechs Jahren Haft. Nach dem er knapp zwei Jahren im Gefängnis Berlin-Rummelsburg inhaftiert war, wurde Gino Kuhn von der Bundesrepublik freigekauft und Anfang 1978 aus der Haft entlassen. Im Jahr 1992 rehabilitierte ihn das Bezirksgericht Cottbus voll.

In Bildern und Zeichnungen, die bereits in mehreren Ausstellungen gezeigt wurden, verarbeitet Gino Kuhn seine Hafterlebnisse. „Meine Gemälde und Zeichnungen sollen ein Mahnmal sein und widerspiegeln, welchen entwürdigenden Haftbedingungen wir ausgesetzt waren“. Mit seinen Ausstellungen möchte Gino Kuhn ein Beitrag zur Aufklärung leisten und zum gegenseitigen Respekt und zur Toleranz aufrufen, getragen von der Hoffnung, „dass so etwas allen Menschen dieser Welt erspart bleibt.”

„Gino Kuhn – Die Farben von Freiheit und Unfreiheit “ wird vom 17. Juni bis zum 5. August 2018 in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn täglich von 10:00 Uhr - 17:00 Uhr gezeigt.

Der Eintritt ist frei.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!