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Wechselausstellung „Wüstungen“ von Anne Heinlein und Göran Gnaudschun

In den knapp vier Jahrzehnten der deutschen Teilung ließ die Staatspartei der DDR am Grenzstreifen immer wieder einzelne Gehöfte und ganze Dörfer schleifen, um die Überwachung und Kontrolle des grenznahen Gebiets abzusichern. Die Bewohnerinnen und Bewohner mussten ihre Heimat für immer verlassen. Jahrhunderte alte Siedlungen an der Frontlinie im Kalten Krieg mussten so dem Dogma des kommunistischen Regimes weichen, das seine Bürgerinnen und Bürger als potenzielle „Feinde“ beargwöhnte.

In den über dreißig Jahren seit der friedlichen Revolution und der Grenzöffnung 1989 hat die Natur diese Orte zurückerobert. Die Potsdamer Fotografin Anne Heinlein suchte gemeinsam mit dem Künstler Göran Gnaudschun an der gesamten ehemaligen Grenze jene Plätze auf. Entstanden sind großformatige Schwarz-Weiß-Landschaftsfotografien, die einladen zur Reflexion über die Bedeutung von Heimat und deren Verlust.

Eine Auswahl der Bilder ist vom 15. Mai bis zum 30. Juni 2022 in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn zu sehen.

„Wüstungen“ wurde von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur unterstützt. Die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt fördert die Ausstellung in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn. Sie kann täglich im Rahmen der Öffnungszeiten von 10 bis 17 Uhr besichtigt werden.

Wechselausstellungen

Wanderausstellung „Politische Strafjustiz in der Sowjetischen Besatzungszone und frühen DDR – Sachsen-Anhalt“

 

Wanderausstellung bis zum 11. Mai 2022 verlängert

Seit dem 3. März 2022 präsentiert die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn die Wanderausstellung zur politischen Justiz in Sachsen-Anhalt. Aufgrund des anhaltenden Interesses wird die Ausstellung bis zum 11. Mai 2022 verlängert. 

Sie zeigt für die Jahre 1945 bis 1952 in Sachsen-Anhalt das Agieren der sowjetischen Geheimdienste und der Militärjustiz. Diese verantworteten nach Kriegsende in den von der Roten Armee besetzten Gebieten Mittel- und Ostdeutschlands die politische Strafjustiz und halfen, die kommunistische Herrschaft durchzusetzen.

Die Ausstellung stellt die Grundzüge der sowjetischen Besatzungsherrschaft in Mitteldeutschland vor und vermittelt einen Überblick über das von den Sicherheitsapparaten in ganz Sachsen-Anhalt errichtete Netz von Haftorten. Im Zentrum stehen Biografien –unter anderem von Menschen aus der Region – die nach Kriegsende durch den NKWD ohne Urteil über Jahre in sowjetischen Speziallagern wie Sachsenhausen und Mühlberg festgehalten wurden. Daneben porträtiert die Ausstellung Männer, Frauen und Jugendliche, gegen die Militärtribunale nach politischen Kriterien und auf der Grundlage oftmals unterstellter konstruierter Tatvorwürfe langjährige Strafen sowie Todesurteile verhängten.

Die Ausstellung ist als Kooperationsprojekt der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale), der Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg und der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn erarbeitet worden. Sie kann vom 3. März bis zum 11. Mai 2022 täglich von 10 bis 17 Uhr besichtigt werden. Der Besuch ist kostenfrei.

Ein 3G-Nachweis ist nicht nötig. Wir bitten um das Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes oder einer FFP2-Maske in den Innenräumen.