Save the Date: Sommerfest anlässlich des 30. Gründungstages der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn, Samstag, 22.08.2026
30 Jahre Gedenkstätte - 30 Jahre Erinnerung an Teilung und Einheit. Seit dem 13. August 1996 hat sich auf dem Gelände der ehemals größten innerdeutschen Grenzübergangsstelle viel getan. Zum 30. Gründungstag feiert die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn nicht nur 30 Jahre erfolgreiche Arbeit - sie feiert, dass das Ende der DDR-Diktatur es möglich machte, aus einem Ort der Kontrolle und Gewalt einen Ort der Erinnerung, Vermittlung und Begegnung zu schaffen.
Zu diesem Anlass bietet die Gedenkstätte Sonderführungen, Musik und vieles weitere mehr.
Der Eintritt ist kostenlos.
Das Veranstaltungsprogramm wird an dieser Stelle bekannt gegeben.
Lesung und Gespräch: „Rotstrick“ mit Astrid und Mathias Kreibich, Donnerstag, 23.04.2026, um 17:30 Uhr
Ein Koffer gefüllt mit Haftbriefen, Liebe und Enge: Ihn öffnet die Autorin Astrid Kreibich. In ihrem Buch „Rotstrick“ verwebt sie die Briefwechsel in eine Erzählung von Haftbesuchen, einem sterbenden Draußen und dem Blick zurück. Das Buch erzählt von Mathias, der wegen eines Fluchtversuchs in politischer Haft sitzt und Astrid, die mit ihm in Verbindung bleiben will und sich darüber neu in ihn verliebt. Beide erleben dramatische Szenen und kuriose Episoden, die sie mit ihrer eigenen poetischen Sprache beschreiben, in der Hoffnung, von der Zensur nicht verstanden zu werden.
„Rotstrick“ ist nicht fiktiv. Astrid Kreibich erzählt darin die Geschichte von ihr und ihrem Mann. Mehr als 35 Jahre nach dem Ende der DDR können die beiden nun aus ihrem Leben berichten und aus ihren Erfahrungen lesen. Moderiert wird die Veranstaltung von dem ehemaligen DDR-Oppositionellen Hartmut Rüffert.
Ein Leben für die Freiheit – Vortrag und Gespräch zum 50. Todestag von Michael Gartenschläger, Donnerstag, 30.04.2026, um 17:00 Uhr
Michael Gartenschläger hatte viele Seiten: Er war Rockfan, politischer Häftling in der DDR und Fluchthelfer. In allen Lebenskapiteln befand er sich im Widerstand gegen den SED-Staat. 1976 wollte er die Brutalität des DDR-Grenzregimes international entlarven: Er montierte einer jener von der SED immer geleugneten Selbstschussanlagen vom Grenzzaun ab und präsentierte sie dem Magazin DER SPIEGEL. Drei Wochen später gelang ihm das gefährliche Unterfangen erneut. Bei einem dritten Versuch am 30. April 1976 lauerte ihm jedoch die Staatssicherheit auf und erschoss ihn.
Über die Ereignisse jenes Tages, die Vorgeschichte und das Erinnern an Michael Gartenschläger spricht der Autor und Journalist Roman Grafe.
Unser Programm zum Tag der Arbeit, Freitag, 1. Mai 2026
- um 14:15 Uhr Führung zu historischen Militärfahrzeugen (etwa 30 Min) in Marienborn
- um 15:00 Uhr öffentlicher Rundgang (90 Min) in Marienborn inklusive Turmbesteigung für Erwachsene
Unser Programm an Christi Himmelfahrt, Donnerstag, 14. Mai 2026
- um 14:30 Uhr öffentlicher Rundgang (90 Min) in Marienborn inklusive Turmbesteigung für Erwachsene
- um 14:30 Uhr öffentlicher Rundgang (60 Min) am Grenzdenkmal Hötensleben
Unser Programm zu Pfingsten
Pfingstsonntag, 24. Mai 2026
- um 14:30 Uhr öffentlicher Rundgang (90 Min) in Marienborn inklusive Turmbesteigung für Erwachsene
- um 14:30 Uhr Familienrundgang (60 Min) in Marienborn
Pfingstmontag, 25. Mai 2026
- um 14:30 Uhr öffentlicher Rundgang (90 Min) in Marienborn inklusive Turmbesteigung für Erwachsene
Gedenkstunde
am Dienstag, 26. Mai am Grenzdenkmal Hötensleben
zum 74. Jahrestag des Ausbaus des DDR-Grenzregimes und des Beginns der Zwangsaussiedlungen aus dem Sperrgebiet
Am 26. Mai 1952 unterzeichneten die USA, Großbritannien, Frankreich und die Bundesrepublik Deutschland den sogenannten Deutschlandvertrag, der den Besatzungsstatus für Westdeutschland beenden sollte. Als inszenierte Reaktion darauf trieb der sowjetische Diktator Josef Stalin die militärische Aufrüstung der DDR voran. Die SED-Führung riegelte ihre Westgrenze ab und baute sie in den Folgejahren zu einem nahezu unüberwindlichen Sperrsystem aus. Bis 1961 wurden etwa 12.000 Menschen aus dem Sperrgebiet an der innerdeutschen Grenze in das Landesinnere zwangsausgesiedelt.
Wir laden herzlich zum öffentlichen Gedenken an all jene Menschen ein, die durch das Grenzregime der DDR ihre Heimat verloren, Leid und Unrecht erfuhren oder getötet wurden.

