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Festival Grenzenlos am 9. November 2019 in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn

Massenflucht und Straßenproteste erzwangen im Herbst 1989 die Öffnung der innerdeutschen Grenze und der Berliner Mauer. Am 9. November erwirkte die Magdeburgerin Dr. Annemarie Reffert am DDR-Grenzübergang Marienborn bereits um 21.27 Uhr ihre Ausreise nach Helmstedt. Kurz darauf öffnete sich der Berliner Grenzübergang in der Bornholmer Straße. In der Nacht und den Folgetagen feierten tausende Menschen aus Ost und West dieses „wahnsinnige“ Ereignis. Zahlreiche Grenzöffnungen und Begegnungen folgten.

Am Samstag dem 9. November 2019 möchten wir den 30. Jahrestag der innerdeutschen Grenzöffnung mit Ihnen feiern und laden Sie ganz herzlich ein zum 

Festival Grenzenlos

in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn, An der BAB 2, 39365 Marienborn

Programm

ab 10:00 Uhr

öffentliche Rundgänge (stündlich)

Mitmachaktion Herbst 1989,

Gastronomie

 

10:30 Uhr

Kuratorenführung durch die neuen Ausstellungsbereiche und Besucherleitsystem

 

12:00 Uhr

Eröffnung des neuen Besucherleitsystems am Grenzdenkmal Hötensleben

Schöninger Straße, 39393 Hötensleben

 

Begrüßung, Dr. Kai Langer, Direktor Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt

Grußwort, Rainer Robra, Staats- und Kulturminister des Landes Sachsen-Anhalt

Einführung, Dr. Susan Baumgartl, Leiterin GDT Marienborn

Rückblick, René Müller, Vorsitzender Grenzdenkmalverein Hötensleben

anschließend Eröffnungsrundgang

 

14:45 Uhr

Eröffnungsrundgang Neues Besucherleitsystem und Ausstellungsbereiche im Außengelände der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn

 

ab 17:00 Uhr

Lichtinstallationen in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn und am Grenzdenkmal Hötensleben

 

17:30 Uhr

Kuratorenführung durch die neuen Ausstellungsbereiche und Besucherleitsystem

 

19:00 Uhr  

Bühnenprogramm im Festzelt mit Zeitzeugnissen zum Aufbruchserleben im Herbst 1989, einem Beitrag von Schülerinnen und Schülern aus Helmstedt und Weferlingen sowie einer Filmanimation „Grenzöffnungen 1989“

 

20:00 Uhr                 

Konzert mit Wolfgang Niedecken (BAP) und dem Bundesjazzorchester,

Leitung: Mike Herting

Der Eintritt ist kostenfrei.

„An der Grenze erschossen. Erinnerung an die Todesopfer des DDR-Grenzregimes in Sachsen-Anhalt“ Eine Ausstellung der Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

15. Juni bis 31. Dezember 2019

Auf elf Tafeln informiert die Ausstellung über das Grenzregime an der innerdeutschen  Grenze,  erläutert  mehrere  Einzelfälle  und  listet  erstmalig  alle  bekannten  Todesfälle mit sachsen-anhaltischem Bezug auf.

68 Frauen und Männer wurden von 1949 bis 1989 im Zusammenhang mit dem Grenzregime an der 342 Kilometer  langen  Grenze  des  heutigen  Landes  Sachsen-Anhalt  zu  Niedersachsen  getötet.  Zusätzlich  kamen  in  diesem  Gebiet  sieben  Männer  in  Ausübung  ihres  Grenzdienstes  ums  Leben.

31  Bürger  aus  Städten  des  heutigen  Landes  Sachsen-Anhalt  wurden  an  der  Berliner  Mauer  und  am  „Eisernen  Vorhang“  in  anderen europäischen Staaten getötet.