Zollausstellung

Der Zoll der DDR ist ein besonderer Schauplatz der deutsch-deutschen Teilungsgeschichte. Nirgendwo sonst waren die Begegnungen zwischen Reisenden aus dem „kapitalistischen Westen" und Repräsentanten der DDR so unmittelbar wie im Kontrollbereich des Grenzzollamts. Vielen Menschen sind daher die Zollkontrollen besonders emotional in Erinnerung.

Die Dauerausstellung in den denkmalgerecht sanierten Originalräumen, in denen sich seit 1974 das Grenzzollamt Marienborn/Autobahn befand, informiert über den "technischen" Kontrollablauf und dessen Wahrnehmung durch Reisende. Die Ausstellung ermöglicht dabei einen Perspektivwechsel: von der Institution zum Menschen, vom „gesichtslosen" Zoll zum einzelnen Zöllner. Nach einem Überblick zu den Aufgaben des DDR-Zolls und Einblicken in seine wirtschaftliche Bedeutung folgen Informationen zur Ausbildung und Motivation der Zöllner sowie zu Alltag und Lebensbedingungen in Marienborn. Am Ende steht der „kontrollierte Kontrolleur" – ein Begriff, der die intensive Überwachung durch das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) und die eigenen Berufskollegen fokussiert.

Die Ausstellung in den Diensträumen des Zolls ist ein Gemeinschaftsprojekt der Gedenkstätte mit der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (FH).

 

Den Flyer zur Zollausstellung finden Sie hier.

Besucher in der Zollausstellung
Besucher in der Zollausstellung